Planungs- und Umweltausschuss berät über ISEK-Maßnahmen
Grundschule soll Mehrgenerationenhaus werden

Löhne (WB). Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ist am Donnerstag Thema im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Löhne. Ein Rahmenplan zur Integrierung der Werre sowie ein Konzept für Mehrgenerationenwohnen in Löhne-Bahnhof sollen vorgestellt werden.

Mittwoch, 05.12.2018, 06:00 Uhr
Die ehemalige Grundschule Löhne-Bahnhof in der Von-Humbold-Straße steht seit Jahren leer. Wegen der zentralen Lage und umliegenden Wohnflächen, möchte die Stadt das Grundstück und Gebäude für Mehrgenerationenwohnen nutzen. Foto: Freya Schlottmann

Der Ausschuss berät in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 6. Dezember, über die Umfunktionierung der ehemaligen Grundschule Löhne-Bahnhof zu einer Anlage für Mehrgenerationenwohnen. Das Gebäude in der Von-Humboldt-Straße werde seit dem Jahr 2016 nicht mehr als Schule genutzt, weshalb jetzt eine »Nachnutzung für den Standort angestrebt« werde, teilt die Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage mit. Die zentrale Lage des Gebäudes spricht laut der Verwaltung dafür, es für Wohnungen zu nutzen. Dazu kämen zwei Varianten infrage: Der Neubau von Wohnungen auf dem Grundstück, oder der Erhalt des Gebäudes und die Einrichtung eines Mehrgenerationenwohnens mit Pflegeplätzen. Dafür müssten sich allerdings sowohl ein Betreiber für die Anlage als auch Investoren finden.

Konzept für Mehrgenerationenwohnen erstellt

Die Stadtverwaltung hat für das Mehrgenerationenwohnen bereits ein Konzept erstellen lassen. Darin heißt es, die Zielgruppe des Projektes seien »ältere, pflege- und betreuungsbedürftige Menschen, junge Familien auch mit behinderten Kindern und Alleinerziehende«. Ziel sei es, die »Versorgungssicherheit im Alter zu gewährleisten und das Miteinander der Generationen untereinander und der Menschen mit Behinderung zu fördern und nachbarschaftliche Strukturen aufzubauen«. Das Konzept sieht die Einrichtung von barrierefreien Wohnungen sowie Pflegewohngruppen, einer Tagespflegeeinrichtung, einer Kindertagesstätte oder einer Arztpraxis vor. Um die Umsetzung des favorisierten Konzeptes sicher zu stellen, schlägt die Verwaltung ein Investorenauswahlverfahren vor. Die Kosten für die Vorbereitung dieses Verfahrens werden mit 30.000 bis 40.000 Euro beziffert.

Rahmenplan zur Einbindung der Werre in die Innenstadt

Als weiterer Aspekt des ISEK steht unter anderem die Einbindung der Werre in die Innenstadt auf der Tagesordnung des Ausschusses. Die Stadt Löhne beabsichtigt, den Fluss besser in die Stadt zu integrieren, um ihn als Erholungsort für die Bürger erlebbarer zu machen. Zur Vorbereitung der dazu notwendigen Baumaßnahmen hat das Bielefelder Landschaftsarchitekturbüro Ehring einen Rahmenplan erstellt, der in der Sitzung am Donnerstag ebenfalls vorgestellt werden soll.

»Die Stadt und der Naturraum sollen miteinander verbunden werden«, sagte Philipp Büsselmann vom Architekturbüro. Nach vorangegangener Ausschreibung war das Landschaftsarchitekturbüro mit der Rahmenplanung beauftragt worden. Die Kosten für die Rahmenplanung betragen laut Stadtverwaltung insgesamt 22.000 Euro, wovon die Stadt 6600 Euro selbst finanzieren muss. »Der nächste Schritt wäre dann im Ausschuss zu entscheiden, welche Maßnahmen aus dem Konzept weiter verfolgt werden und zur städtebaulichen Förderung angemeldet werden sollen«, sagte Anke Nattkemper vom Amt für Stadtentwicklung.

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