Statik muss in Teilen neu berechnet werden – Arbeiten an der Knickstraße sind im Plan
Baustopp an der Sudbachtalbrücke

Löhne (WB). Einen Baustopp gibt es an der neuen Sudbachtalbrücke. Statiker haben die Größe der Beton-Querbalken offenbar zu gering bemessen. Die Folge: Die Arbeiten verzögern sich um etwa drei Monate. Unterdessen kommt die Umgestaltung der Knickstraße zur neuen Bundesstraße B611 aufgrund der trockenen Witterung gut voran.

Mittwoch, 18.07.2018, 03:30 Uhr
Seit zwei Tagen herrscht an der Baustelle für die neue Sudbachtalbrücke Ruhe. Der Grund: Die Statik muss zunächst in Teilen neu berechnet werden. Das Foto zeigt im Vordergrund eines der beiden großen Widerlager sowie rechts und links davon sogenannte Flügelwände. Sie sollen das spätere Verdichten des aufgefüllten Sandes und gut verdichtbaren Bodens vereinfachen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Mit einer Fertigstellung der neuen Sudbachtalbrücke rechnet An­dreas Meyer, Leiter der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebs Straßen NRW, nun für »das dritte Quartal 2019« – also kommenden Sommer.

Bau der Sudbachtalbrücke in Löhne verzögert sich

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Foto: Rajkumar Mukherjee
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Die Querbalken sollen einmal die sogenannten vorgespannten Längsbalken mit einer Länge von je 38 Meter, die in einem Betonwerk vorgefertigt werden, halten. Insgesamt 30 dieser Längsbalken – jeder einzelne mit einem Gewicht von etwa 105 Tonnen – sollen einmal die Fahrbahn der Brücke tragen. Alleine die Längsbalken wiegen zusammen etwa 3150 Tonnen. Und dieses Gewicht soll über die Querbalken auf das Brückenbauwerk abgeleitet werden.

Wie es zur Bauverzögerung kommen konnte, schildert An­dreas Meyer. »Es hat sich eine Differenz bei der Statik ergeben und zwar zwischen der Berechnung im Zuge der Entwurfsplanung und jener der Ausführungsplanung. In einem Prüflauf ist festgestellt worden, dass die Statik für die Querbalken neu berechnet werden muss«, sagt Andreas Meyer. Konkret seien die Querbalken bislang nicht »dick« genug – also muss deren Größe vor der Produktion neu festgelegt werden.

Arbeiten an der Knickstraße verlaufen gut

Für die Berechnung der Statik der Querbalken sei in diesem Fall ein externes Büro zuständig gewesen. »Zu dieser Differenz hätte es nicht kommen dürfen, das räumen wir ganz offen ein«, sagt An­dreas Meyer. Auch wenn es allgemein bei Bauarbeiten zwischen dem Entwurf und der Planung immer wieder mal zu Anpassungen komme.

Unterdessen verlaufen die Arbeiten zur Umgestaltung der Knickstraße zwischen der Sudbachtalbrücke im Norden und dem Bereich Exter im Südosten aus Sicht von Straßen NRW gut. »Mit einer Fertigstellung rechnen wir bis Ende 2019. Solange hat die ausführende Firma Zeit dafür«, sagt An­dreas Meyer.

Wie berichtet, lässt Straßen NRW den Bereich der Knickstraße aufwändig umgestalten. Vereinfacht gesprochen, verliert die Knickstraße ihre Knicke, wird teilweise mehrere Meter über dem bisherigen Straßenniveau geführt, teilweise bis zu sechs Meter darunter, wie auf Höhe Alter Postweg. Das Ziel ist eine neue Bundesstraße als Verbindung zwischen A2 und A30. »Einer Prognose zufolge sollen ab 2020 täglich etwa 10.000 Fahrzeuge über diese Verbindung fahren. Das verdeutlicht die Bedeutung der B611«, sagt Andreas Meyer. Zum Vergleich: Einer Erhebung von 2010 zufolge nutzten damals 3700 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden die Knickstraße, darunter 700 Transporter und Lkw (ab 3,5 Tonnen).

Etwa 23 Millionen Euro fließen in die Umgestaltung des 5,7 Kilometer langen Abschnitts, der einen mindestens 2,50 Meter breiten Radweg bekommen wird. Etwa sieben Hektar betragen zudem die Ausgleichsflächen. Und auch Feuchtwiesen entstehen etwa im Zuge der Renaturierung.

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