Firma Koch investiert 1,3 Millionen Euro und plant bei Neubau besondere Ausstellung Heizung und Bad am Mahner Feld

Löhne (WB). Das nächste Bauprojekt im Gewerbegebiet Mahner Feld steht in den Startlöchern. Gegenüber der Firma MBS wird das Unternehmen Koch eine zweigeschossige Halle mit einer Grundfläche von 1000 Quadratmetern errichten. Insgesamt 1,3 Millionen Euro investiert Geschäftsführer Theo Rzeski in den Neubau.

Von Sonja Gruhn
Ungefähr ist auf dem vorderen Grundstück im hinteren Teil der Bereich zu erahnen, auf dem die neue Halle der Firma Koch im Gewerbegebiet Mahner Feld gebaut wird. Die Halle wird eine Grundfläche von 1000 Quadratmetern haben.
Ungefähr ist auf dem vorderen Grundstück im hinteren Teil der Bereich zu erahnen, auf dem die neue Halle der Firma Koch im Gewerbegebiet Mahner Feld gebaut wird. Die Halle wird eine Grundfläche von 1000 Quadratmetern haben. Foto: Oliver Windus

Unternehmen bleibt Standort Löhne treu

Damit bleibt das Traditionsunternehmen Koch, das bislang an der Löhner Straße in Gohfeld ansässig ist und sich auf Bäder und Heizungssysteme spezialisiert hat, dem Standort Löhne treu. »Das war uns wichtig, da wir die meisten Kunden in Gohfeld und der Umgebung haben«, sagt Elek­tromeister Theo Rzeski.

Erst 2015 hatte er die Firma Koch übernommen, da dort kein Nachfolger zur Verfügung stand. Diese Sorge hat der 59-Jährige nicht, denn einer seiner beiden Söhne, der 33-jährige Marco, ist gelernter Installateur- und Heizungsbaumeister. In dem Unternehmen ist er zudem Betriebsleiter. Auch an Aufträgen mangelt es nicht. Allerdings: »Auf dem Gohfelder Gelände ist es sehr eng geworden, sowohl im Geschäft als auch auf dem Hof, wo die Fahrzeuge rangieren müssen«, sagt Theo Rzeski. Zudem haben er und sein Sohn bereits vor einiger Zeit ein neues Ausstellungs-Konzept entwickelt, auf das das neue Gebäude zugeschnitten worden ist.

Gebäude wird in drei Hallen aufgeteilt

Auf dem 3160 Quadratmeter großen Grundstück werden neben der Halle mit einer Grundfläche von 50 mal 20 Metern Parkplätze entstehen. Das Gebäude selbst wird in drei Hallen aufgeteilt. Im Erdgeschoss der ersten werden Büros und Sozialräume entstehen. Auch der Kundendienst sowie die sanitären Anlagen für Kunden und die Mitarbeiter – inklusive Duschen – werden dort eingerichtet.

In der zweiten Halle soll das Lager untergebracht werden, das sich derzeit noch an der Kamp­straße befindet. »Das erspart uns Wege und ist effizienter. Dadurch können die Abläufe optimiert werden«, sagt Rzeski.

300 Quadratmeter große Ausstellung

Das Besondere an dem neuen Standort soll aber die 300 Qua­dratmeter große Ausstellung im Obergeschoss werden. Dort soll die größte Bäderausstellung im Raum Löhne und Bad Oeynhausen entstehen, die von dem Bad Oeynhausener Innenarchitekten Christian Wadsack geplant wurde. »Sie ist in drei Themenbereiche aufgeteilt. In einem wird quasi der Querschnitt eines Bades gezeigt. Damit können wir erklären, wie ein Bad gebaut wird und zeigen, warum Handwerksarbeit bezahlt werden muss.« Zu sehen sind dort verschiedene Techniken und Einbauvarianten. Dazu wird es Einrichtungsvorschläge im unteren, mittleren und gehobenen Preissegment geben. »Wir wollen alle Schichten abdecken«, sagt Rzeski. Eine Fliesencollage vervollständigt die Möglichkeit, einen Gesamteindruck zu gewinnen.

Das Thema Barrierefreiheit wird in einem weiteren Musterbad demonstriert. Deshalb ist die Ausstellung später auch durch einen Fahrstuhl erreichbar. Bei einer entsprechenden Badplanung hilft zudem Programmplanerin Jennifer Klein. Sie kann sogar anhand von Visualisierungen am Computer Barrierefreiheit sichtbar machen. »Die notwendigen Bewegungsflächen beispielsweise von Rollstühlen oder Rollatoren können berechnet und durch rote Linien angezeigt werden«, sagt sie. Ebenso kann Jennifer Klein Badezimmer am Computer in der 3D-Ansicht erstellen, wobei Lichteffekte und Schatten die Wirkung noch verdeutlichen. Auch eine 360-Grad-Ansicht ist möglich. Beleuchtung und Lichteffekte sind Thema im dritten Bereich, dem Dunkelraum, der dafür extra ohne Fenster gebaut wird. Platz für einen Seminarraum, der unter anderem für Schulungen und Veranstaltungen genutzt werden kann, bietet ein flexibler Bereich des Obergeschosses.

Mitarbeiterstamm soll von 23 auf 30 aufgestockt werden

Rzeski hofft, dass die Halle, von der das letzte Drittel, das als Reserve dient, zunächst vermietet werden soll, spätestens Ende des Jahres fertiggestellt ist. Denn bereits im Sommer soll der Mitarbeiterstamm von 23 auf 30 aufgestockt werden.

Derzeit beschäftigt Theo Rzeski in seinem Unternehmen drei Meister, davon ist einer auch für die Ausbildung zuständig. Zudem wird sich ein gelernter Lagerist um das Lager kümmern. Auch einen Fliesenleger hat der Unternehmer Anfang des Jahres eingestellt, um etwas flexibler zu sein. Ein Großteil der Arbeiten werde aber extern vergeben. »Wir hoffen auf junge Leute, die Spaß haben, hier zu arbeiten, denn wir wollen noch weiter wachsen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.