IWKH begrüßt zu ihrem Jahresauftakt Christian Sewing als Gastredner in Löhne Heimischer Mittelstand wird gewürdigt

Löhne (WB). Zum Jahresauftakt der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH) im Haus Beck haben die Organisatoren den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Christian Sewing, als Gastredner gewinnen können. Er skizzierte in seinem Vortrag das große politische und wirtschaftliche Szenario. Dabei sparte er nicht mit Anerkennung für die Mittelständler aus der Region.

Von Gabriela Peschke
Geschäftsführerin Sabine Brockschnieder (links) empfängt als Gastgeberin für die Baumann-Gruppe gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Berens (rechts, Vertriebsleiter Bauformat/Burger Küchen) die IWKH mit Matthias Friedrich (von links, stellvertretenden Geschäftsführer) und Elisabeth Hoffmann-Gallhoff (Vorstand), Gastredner Christian Sewing (stellvertretender Vorstandsvorsitzender Deutschen Bank) sowie Melanie Winkel (Niederlassungsleitung Deutsche Bank Herford).
Geschäftsführerin Sabine Brockschnieder (links) empfängt als Gastgeberin für die Baumann-Gruppe gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Berens (rechts, Vertriebsleiter Bauformat/Burger Küchen) die IWKH mit Matthias Friedrich (von links, stellvertretenden Geschäftsführer) und Elisabeth Hoffmann-Gallhoff (Vorstand), Gastredner Christian Sewing (stellvertretender Vorstandsvorsitzender Deutschen Bank) sowie Melanie Winkel (Niederlassungsleitung Deutsche Bank Herford). Foto: Gabriela Peschke

Zur Jahresauftaktveranstaltung der IWKH waren mehr als 100 Gäste der Einladung in das Haus Beck gefolgt, das die Baumann-Gruppe für das Treffen zur Verfügung gestellt hatte.

400 Mitglieder starker Verbund

Es sei ein »Glücksfall«, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank als Referent gewonnen zu haben, sagte Elisabeth Hoffmann-Gallhoff vom Vorstand der IWKH in ihrer Begrüßung. Im 21. Jahr seit Gründung sei die IWKH mit ihren mehr als 400 Mitgliedern ein starker Verbund, der souverän die Wirtschaft im Kreis Herford repräsentiere.

Und sie freue sich darüber, dass einer der ersten Vorträge, die Christian Sewing in diesem Jahr halte, gleich in seiner Heimatregion stattfindet. Denn der gebürtige Bünder war im Jahr 1989 als angehender Bankkaufmann zur Deutschen Bank nach Bielefeld gegangen; seit 2015 ist er auf der Vorstandsebene für das Privat- und Firmenkundengeschäft und für Vermögensmanagement zuständig.

Sewing plädiert für einheitlichen europäischen Finanzmarkt

So verwunderte es nicht, dass in dem knapp einstündigen Vortrag von Christian Sewing zahlreiche Facetten internationaler Wirtschafts- und Finanzverflechtungen zur Sprache kamen: die transatlantischen Verbindungen, die Rolle Asiens, die Bedeutung Deutschlands als »Stabilitätsgarant« in Europa.

Besonders widmete sich Sewing der Rolle der Banken. »Ein Paradigmawechsel in der Geldpolitik muss und wird kommen«, sagte er und verwies auf die Gefahren einer andauernden »laxen« Politik in diesem Bereich, die »weltweit zu viel Geld ins System« gebracht habe. »Wir brauchen einen einheitlichen europäischen Finanzmarkt – dringend«, betonte er.

Für die Deutsche Bank skizzierte Christian Sewing ein Zukunftsszenario, das stärker auf neue digitale Produkte setzt, wie er es bereits beim Neujahrsempfang des Kreditinstitutes in Bielefeld vergangenen Mittwoch getan hatte.

Lob für den Mittelstand in der Region

»Die Art, wie wir Geschäfte betreiben, wird sich ändern. Aber nicht, wofür wir es tun«, versicherte er und betonte den konsequenten Dienstleistungsanspruch des Geldinstituts.

In diesem Zusammenhang verwies Christian Sewing auf die solide Kundenbasis der Deutschen Bank, worunter auch zahlreiche mittelständische Unternehmer seien. »Unsere Bank unterstützt von jeher den Mittelstand. Darauf sind wir stolz, und hier wollen wir weiter stark sein«, sagte er und lobte die Region Ostwestfalen-Lippe mit ihrer mittelständisch geprägten Struktur und den, so wörtlich, »hidden champions« (übersetzt: versteckte Sieger).

Lobende Worte fand das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank auch für den Gastgeber der Veranstaltung, die Baumann-Gruppe: »Bis zu 600 Küchen pro Tag, das ist eine beeindruckende Zahl.« Zuvor hatte Matthias Berens, Vertriebsleiter des Unternehmens, mit einigen Kennzahlen die Geschäftsentwicklung des Küchenherstellers skizziert: »Über 220 Millionen Euro Umsatz und ein Plus von fünf Prozent im letzten Jahr«. Doch der Markt werde anspruchsvoller und »der Wettbewerb fährt die Ellbogen aus«, ergänzte der Vertriebsleiter.

Das mittelständische Löhner Familien-Unternehmen beschäftigt bei Burger- und Bauformat-Küchen etwa 800 Mitarbeiter und liefert mehr als 100.000 Küchen pro Jahr aus.

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