Sternsinger der Kirchengemeinde St. Laurentius in Löhne sammeln Spenden für Kinder in Indien Gottes Segen an jeder Tür

Löhne (WB). Den Segen Gottes haben sechs Sternsingergruppen der Kirchengemeinde St. Laurentius überbracht. Dabei besuchten sie zum Beispiel das Seniorenzentrum St. Laurentius und das Rathaus. Die Spenden werden in diesem Jahr unter anderem an ein Projekt in Indien gehen.

Von Angelina Zander
20 junge Sternsinger haben sich am Freitag nach ihrem Aussendungsgottesdienst auf den Weg gemacht, und haben den Segen Gottes vergeben.Dabei waren sie auch im Seniorenzentrum St. Laurentius zu Gast, um die Bewohner zu besuchen.               
20 junge Sternsinger haben sich am Freitag nach ihrem Aussendungsgottesdienst auf den Weg gemacht, und haben den Segen Gottes vergeben.Dabei waren sie auch im Seniorenzentrum St. Laurentius zu Gast, um die Bewohner zu besuchen.                Foto: Angelina Zander

Der Tag begann für die jungen Sternsinger am Freitag früh, ihr Zeitplan war eng gestrickt: Um 8 Uhr versammelten sich die Kinder im Gemeindehaus St. Laurentius, um sich standesgemäß schminken und ankleiden zu lassen. Dann verließen sie das Haus als Sternsinger, um zunächst an ihrem Aussendungsgottesdienst im Seniorenzentrum St. Laurentius teilzunehmen. Danach verteilten sich die sechs Sternsinger-Gruppen in der Stadt.

Einige von ihnen blieben im Seniorenzentrum, um die Bewohner zu besuchen. »Es gibt viele Menschen, die sich freuen, dass die Kinder singen und den Segen bringen. So ist es zum Beispiel hier bei den Senioren«, sagte Pfarrer Manfred Pollmeier, der den Aussendungsgottesdienst durchführte. Entscheidend sei für ihn, dass die Kinder den Segen bringen, auch wenn sie für wichtige Projekte Geld sammeln.

Während einige Sternsinger den Mittag im Seniorenzentrum verbrachten, gingen andere Gruppen in die Fußgängerzone, zur Polizei, in Arztpraxen oder ins Rathaus. Dort wurden sie vom Baudezernenten Wolfgang Helten empfangen, der Bürgermeister Bernd Poggemöller vertrat.

»Schön, dass ihr euch Zeit nehmt, um uns euren Segen zu geben. Ich glaube, die Stadt kann ihn gebrauchen«, sagte Wolfgang Helten. Die Sternsinger sangen ihr Lied, lasen ihren Segen vor und klebten den traditionellen Spruch »20*C+M+B+18« über die Tür des kleinen Sitzungssaals. Auch in der Telefonzentrale brachten sie einen Aufkleber an. 

So offen wie im Rathaus, werden die Sternsinger auf ihrem Weg jedoch nicht überall empfangen, berichtete Manfred Pollmeier: »Einige Gruppen werden auch zu Geschäftsleuten gehen. Dies ist eine Herausforderung, gerade wenn sie nicht angemeldet sind.« Etwa 250 Personen hätten in diesem Jahr einen Besuch der Sternsinger erbeten. »Besucht werden können meistens nur etwa 180«, erklärte Anne Klein von der Gemeinde.

Während die Sternsinger am Vormittag öffentliche Einrichtungen und Geschäftsleute besuchten, gingen sie am Freitagnachmittag zu den Familien. Am Samstagabend sollen sie auf Wunsch an den evangelischen Gottesdiensten in Obernbeck und am Sonntag in Löhne-Ort teilnehmen. Der Abschlussgottesdienst am Sonntag in der St. Laurentius-Kirche wird das Wochenende beenden.

Das unterstützte Projekt

Jedes Jahr sammeln die Sternsinger Geld für ein bestimmtes Projekt. Diesmal geht es um Kinderarbeit. Einen eindrucksvollen Film zu diesem Thema gibt es im Internet: Reporter Willi Weitzel, der vielen Kindern aus der Sendung »Willi wills wissen« bekannt ist, war dafür in Indien unterwegs.

Dort hat Willi Weitzel einige Kinder getroffen, die täglich arbeiten müssen, oft unter ausbeuterischen Bedingungen. Einige von ihnen haben noch nie eine Schule besucht. Auf seiner Reise trifft der Reporter Dilip Sevarthi, einen Projektpartner der Sternsinger, der sich für die Rechte arbeitender Kinder stark macht. Mit den Spenden wird den Kindern seines Projektes ermöglicht, zur Schule zu gehen.

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