Landrat Jürgen Müller bedankt sich bei den Beamten der Löhner Polizeiwache Immer im Dienst

Löhne (WB). Während ein Großteil der Bevölkerung am Weihnachtsabend gemütlich mit den Familien zusammensitzen kann, sorgen die Beamten der Löhner Polizeiwache für Sicherheit und Ordnung. Für ihren Einsatz in diesen Tagen und die geleistete Arbeit in den vergangenen Monaten hat sich Landrat Jürgen Müller persönlich bedankt.

Von Lydia Böhne
Dirk Zühlke (links), Landrat Jürgen Müller (von rechts) und Paul Bischof haben Stefan Göding einen Besuch abgestattet.
Dirk Zühlke (links), Landrat Jürgen Müller (von rechts) und Paul Bischof haben Stefan Göding einen Besuch abgestattet. Foto: Lydia Böhne

In Begleitung von Paul Bischof, Ordnungsdezernent beim Kreis Herford, und Dirk Zühlke, Abteilungsdirektor der Kreispolizeibehörde, besuchte der Landrat die Polizei- und Rettungswachen im Kreisgebiet und erkundigte sich auch nach dem Befinden und den Ereignissen des vergangenen Jahres bei den Einsatzkräften.

»Daran hatten wir sehr zu knabben.«

Geprägt war das Jahr 2017 für die Löhner Beamten durch den Tod des ehemaligen Wachleiters Werner Schäffer im Mai dieses Jahres. »Daran hatten wir sehr zu knabbern. Wir haben versucht, die Arbeit so gut wie möglich aufrecht zu erhalten«, sagte Uwe Döpking, Bezirksbeamter für Mennighüffen und Obernbeck. Stefan Göding hatte daraufhin Anfang September seine Nachfolge angetreten und sich nach eigener Aussage schnell gut eingelebt.

»Die Reichsbürger sorgen für eine hohe Einsatzbelastung.«

In Löhne hatten die Beamten vor allem gegen Ende dieses Jahres gut zu tun. »Die Reichsbürger sorgen für eine hohe Einsatzbelastung«, sagte Uwe Döpking. Auch die Löhner Zwillinge, die wegen verschiedener Delikte angeklagt sind, hielten die Polizisten auf Trab. »Seit einigen Monaten ist jetzt allerdings Ruhe. Sie tauchen dafür in Herford auf«, ergänzte Wachleiter Stefan Göding. Weitere bemerkenswerte Einsätze habe es durch die Sprengung der Sudbachtalbrücke und auf dem Löhner Oktoberfest gegeben.

24 Mitarbeiter inklusive des Bezirksdienstes sowie drei Kriminalbeamte zählt die Wache an der Oeynhausener Straße. Sie ist neben Herford und Bünde die dritte 24-Stunden-Wache im Kreisgebiet. »Ich bin froh, dass der Landrat viel Wert auf diese gute Wachstruktur legt«, sagte Dirk Zühlke, Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde. Die Polizei sei in erreichbarer Nähe, so dass man Probleme schnell vor Ort beheben könne. Dass die Öffnungszeiten der Wache in der Nachbarstadt Bad Oeynhausen nachts gestrichen wurden, bekomme man in Löhne deutlich zu spüren. Neben einem Wachhabenden ist in Löhne auch mindestens ein Streifenwagen im Dienst.

Viel Zeitaufwand für Haftbefehle

Zeitaufwand fordert vermehrt die steigende Anzahl von Haftbefehlen ein. »Manchmal fahren wir drei- bis fünfmal zu einer Person, um den Haftbefehl zu vollstrecken«, erläutert Stefan Göding. Über die Weihnachtstage beschäftigen die Beamten überwiegend die Eskalation familiärer Konflikte, die meist am Abend beginnen und in Summe über die Feiertage zunehmen. Auch die Silvesternacht sei von zahlreichen Einsätzen geprägt. »Dafür, uns um Ruhestörungen zu kümmern, fehlt oftmals die Zeit«, ergänzte Uwe Döpking.

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