Wolfgang Helten wird Vertreter des Bürgermeisters – Matthias Kreft leitet künftig die Wirtschaftsbetriebe Löhne Sie wollen Löhne zukunftsfähig machen

Löhne (WB). Nachdem Georg Busse als Erster Beigeordneter im Februar in die Nachbarstadt Bad Oeynhausen wechseln wird, muss die Stadt Löhne gleich zwei Posten neu besetzen: den des allgemeinen Vertreters des Bürgermeisters sowie des Leiters der Wirtschaftsbetriebe Löhne (WBL).

Von Sonja Gruhn
Bürgermeister Bernd Poggemöller (von links) hat die jüngsten Personalentscheidungen mitgeteilt: Matthias Kreft ist künftig Leiter der Wirtschaftsbetriebe Löhne), Wolfgang Helten wird allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.
Bürgermeister Bernd Poggemöller (von links) hat die jüngsten Personalentscheidungen mitgeteilt: Matthias Kreft ist künftig Leiter der Wirtschaftsbetriebe Löhne), Wolfgang Helten wird allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Foto: Sonja Gruhn

Diese Entscheidungen sind am Mittwochabend im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung getroffen worden. Am Donnerstag hat Bürgermeister Bernd Poggemöller die beiden Nachfolger vorgestellt. Einstimmig hat sich der Stadtrat sowohl für Baudezernent Wolfgang Helten als allgemeinen Vertreter, als auch für Matthias Kreft, der bislang Leiter der Immobilienwirtschaft ist, als WBL-Leiter ausgesprochen.

Die Abstimmung habe im nicht öffentlichen Teil stattfinden müssen, da es sich um Personalentscheidungen handelte, erläuterte Bernd Poggemöller. »Was beide auszeichnet ist, dass beide eine Vorstellung davon haben, wie etwas entwickelt werden muss, um Löhne fit für die Zukunft zu machen«, sagte Bernd Poggemöller.

Bürgermeister schlägt Matthias Kreft vor

Der Vorschlag, Matthias Kreft zum neuen Leiter der Wirtschaftsbetriebe zu ernennen, sei von ihm selbst gekommen. »Es war besonders wichtig, jemanden zu finden, der das entsprechende Know-How sowie das technische Verständnis mitbringt«, sagte Poggemöller. Denn das Aufgabengebiet mit den Bereichen Straßen, Wasser und Gas sei vielfältig. »Es ist gut, wenn das in eine Hand gegeben wird«, sagte der Bürgermeister.

Krefts Befähigungsprofil habe dafür gesprochen. Schließlich sei er zunächst als Energiebeauftragter (1997 bis 2003) bei der Stadt eingestellt worden, habe dann die Sachgebietsleitung für den Bereich Hochbau (2003 bis 2005) übernommen und sei seit 2005 Amtsleiter der Immobilienwirtschaft, die er maßgeblich mit ausgebaut und geprägt habe. »Ich bin sicher, dass wir damit eine sehr gute Lösung gefunden haben«, sagte Poggemöller.

Es sei aber auch sicher eine Herausforderung, in das Tagesgeschäft hineinzukommen. »Es geht auch darum, den Bereich Straßen weiterzuentwickeln und die Pflege der Infrastruktur, aber ebenso um die Pflege der städtischen Immobilien sowie die Arbeit mit der Kläranlage, bei der es zu neuen Ausbaustufen kommen soll.

»Nicht nur reagieren, auch agieren«

»Es gibt ja auch die Entscheidung, die Kläranlage weiterzuentwickeln. Es geht darum, nicht nur zu reagieren, sondern auch zu agieren. Man darf zudem den technischen Anschluss nicht verlieren«, sagte Kreft, der sich der großen Verantwortung bewusst sei und die Herausforderung gerne annehme. »Ich freue mich, eine neue Aufgabe und auch das Vertrauen des Bürgermeisters und des Rates bekommen zu haben«, fügte er hinzu.

Bei der Nachfolge des allgemeinen Vertreters habe man im Haus nach jemandem in gehobener Position schauen müssen. Unter den zwei Dezernenten fiel die Wahl auf Wolfgang Helten und damit auf jemanden, der in einem Aufgabenbereich zuhause ist, in dem der Bürgermeister selbst »nicht so groß geworden« ist, wie er sagte. »Deshalb halte ich das für eine gute Ergänzung«, fügte Poggemöller hinzu.

Dazu komme, dass auch hier Aufgaben gebündelt würden, beispielsweise solche, die mit der B61 zu tun haben. Wolfgang Helten habe damit eine Aufgabe an der Spitze übernommen, die viele Auswirkungen auf den Verkehr und die Anwohner in Löhne hat. Auch das Thema Mobilität, nicht nur bezüglich des Autoverkehrs, gehöre dazu.

Wolfgang Helten ist auch für Mobilität zuständig

In diesem Bereich hatte Helten sich kürzlich fortgebildet, woraus die Kommune bereits Nutzen ziehen konnte. Besonders wichtig ist ihm dabei auch, dass er auf die Vernetzung zurückgreifen kann.

Der Baudezernent sieht seiner zusätzlichen Aufgabe als allgemeiner Vertreter eher gelassen entgegen: »Was der Kollege mitmacht, ist von der Umstellung her ein größerer Schritt«, sagte er. »Es ist schön, vom Chef selbst den Vertrauensbeweis zu bekommen und wenn dieser dann durch den Rat voll und ganz mitgetragen und bestätigt wird«, sagte Wolfgang Helten.

Der Diplom-Ingenieur, Fachrichtung Raumplanung Städtebau, war 1985 bei der Stadt Löhne eingestellt worden, um die Aufgaben einer Planungsabteilung zu managen. 1990 übernahm er die Leitung des Planungsamtes, später kamen Bauaufsicht, Umweltamt und Tiefbau hinzu. Er wurde Bauamtsleiter und ist seit 2009 Baudezernent.

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