Bertolt-Brecht-Gesamtschule holt dritten Platz bei Wettbewerb »The Big Burn Theory« Schüler rücken Hautkrebs auf die Pelle

Löhne-Mennighüffen (WB). Achtklässler der Bertolt-Brecht-Gesamtschule (BBG) haben beim Wettbewerb der Hautkrebspräventions-Kampagne »The Big Burn Theory« den dritten Preis gewonnen. Schüler aus ganz NRW hatten an dem Projekt der Krankenkasse Barmer und der Krebsgesellschaft NRW teilgenommen.

Von Lukas Brekenkamp
Die Siegerklasse der Bertolt-Brecht-Gesamtschule mit Torsten Arning (Barmer, Dritter von links) und Irina Brieden (Krebsgesellschaft NRW, links) sowie Simone Krause, Gesundheitskoordinatorin der Schule (rechts), und Schulleiterin Daniela Gehring (Zweite von links) bei der Preisübergabe.
Die Siegerklasse der Bertolt-Brecht-Gesamtschule mit Torsten Arning (Barmer, Dritter von links) und Irina Brieden (Krebsgesellschaft NRW, links) sowie Simone Krause, Gesundheitskoordinatorin der Schule (rechts), und Schulleiterin Daniela Gehring (Zweite von links) bei der Preisübergabe. Foto: Lukas Brekenkamp

»Wir sind überzeugt, dass man das Projekt gut in den Unterricht eingliedern kann«, sagte Simone Krause, Gesundheitskoordinatorin der BBG bei der feierlichen Preisübergabe. Das Thema Haut sei darüber hinaus laut Schulleiterin Daniela Gehring fest im schulinternen Curriculum verankert.

Im Internet an Aufgaben teilgenommen

Durch die Kampagne »The Big Burn Theory« könne man die Wirkung der UV-Strahlen auf die Haut lebendig, altersgerecht und lernpraktisch gestalten.

Bei dieser Kampagne dreht sich alles um die menschliche Haut, UV-Strahlungen und deren Risiken. Im Internet konnten die Klassen an verschiedenen Aufgaben teilnehmen und so Punkte sammeln. »Die Challenges drehen sich um die Hautkrebsprävention«, erklärte Irina Brieden von der Krebsgesellschaft NRW. Zu der Kampagne gehörten so unter anderem Videos und verschiedene Tests, aber auch ein Online-Spiel für die Kinder. »Die Kampagne soll Spaß machen«, sagte Brieden.

Platz drei unter 16 Teilnehmern

Angelehnt ist diese an die erfolgreiche Comedy-Serie »The Big Bang Theory« und weist einige Parallelen auf: So erklärt ein »Nerd« namens Shady in den verschiedenen Videos, wie die menschliche Haut aufgebaut ist, was UV-Strahlung ist und wie der richtige Schutz funktioniert. »Bei den Challenges selbst können die Schüler einzeln Punkte sammeln – am Ende wird ein Mittelwert für die Klasse errechnet«, sagte Irina Brieden. Dabei erreichten die Löhner Schüler 11.424 Punkte. Unter den 16 teilnehmenden Klassen aus ganz NRW reichte das für Platz drei – nur Teilnehmer aus Düsseldorf und Gladbach waren erfolgreicher. Als Belohnung gab es für die Jungs Pakete mit beispielsweise Deo oder Haargel, für die Mädchen Nagellack und Lippgloss. Der passende UV-Schutz in Form von beispielsweise Sonnencreme war in den Geschenkbeuteln ebenfalls zu finden.

Durchgeführt wurden das Präventionsprojekt im Unterricht bereits vor den Sommerferien in diesem Jahr. Während der Projektphase standen im gesamten Schulgebäude lebensgroße Displaysäulen. Auf diesen sowie auf speziellen Karten, die in der Schule verteilt auslagen, befand sich UV-sensitiver Lack, der sich in der Sonne verfärbt. So sahen die Jugendlichen, was mit ungeschützten Hautstellen bei zu viel UV-Strahlung passiert. Damit sich alle Schüler vor dem Gang auf den Schulhof gegen UV-Strahlung wappnen konnten, wurde in den Pausen Sonnenschutzmittel verteilt. Eine Unterrichtseinheit und interaktive Lernmodule gehörten ebenfalls zur Maßnahme.

Für die Barmer und die Krebsgesellschaft NRW war die diesjährige Kampagne nach 2016 bereits der zweite Durchlauf von »The Big Burn Theory«.

Kinder und Jugendliche für achtsamen Umgang gewinnen

Das Thema Hautkrebsprävention bleibt auch in Zukunft aktuell: Etwa 228.000 Menschen sind hierzulande jedes Jahr von Hautkrebs betroffen. »Diese Zahl ist alarmierend. Wenn wir Hautkrebs verhindern wollen, müssen wir Kinder und Jugendliche noch stärker für den achtsamen Umgang mit der Sonne gewinnen. Das kann nur klappen, wenn wir ihnen das Wissen zur Vorsorge altersgerecht und gesamtgesellschaftlich vermitteln«, sagte Torsten Arning, Regionalgeschäftsführer der Barmer Bad Oeynhausen.

»Die Haut zu schützen, sollte so selbstverständlich sein wie Zähneputzen«, betonte Irina Brieden. Sie ergänzte: »Kinder und Jugendliche sind bei zu starker UV-Strahlung besonders gefährdet, da ihre Haut dünner ist als bei Erwachsenen. Jeder Sonnenbrand im jungen Alter erhöht das Risiko, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken.«

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