»Jubiläumskonzert« der L’Ort Singers: stimmungsvoller Auftakt des Christkindlmarkts Lieder von Freude und Zuversicht

Löhne-Ort (WB). Das Konzert der L’Ort Singers anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens ist ein voller Erfolg gewesen. Mehr als 650 Zuhörer waren dazu am Samstag in die Martin-Luther-Kirche nach Löhne-Ort gekommen. Viele davon nutzten im Anschluss noch die Gelegenheit, den dortigen Christkindlmarkt zu besuchen.

Von Gabriela Peschke
Am Konzert der L’Ort Singers zu ihrem fünfjährigen Bestehen am Samstag haben unter der Leitung von Viacheslav Zaharov gut 70 Sänger im Altern zwischen 20 und 70 Jahren mitgewirkt. Etwa 650 Zuhörer sind dazu in die Martin-Luther-Kirche gekommen.
Am Konzert der L’Ort Singers zu ihrem fünfjährigen Bestehen am Samstag haben unter der Leitung von Viacheslav Zaharov gut 70 Sänger im Altern zwischen 20 und 70 Jahren mitgewirkt. Etwa 650 Zuhörer sind dazu in die Martin-Luther-Kirche gekommen. Foto: Gabriela Peschke

»Ich bin noch ganz benommen von der Power dieser Lieder«, sagt Jenny Bendzyck, die regelmäßig eigens aus Wallenbrück als Zuhörerin der L’Orts kommt, überwältigt. »Ich glaube«, so der Titel des Konzerts, habe ihre Erwartungen mehr als erfüllt. »Ein gelungener Mix aus Gospel, Jazz und Weihnachtsliedern. Und eine super Stimmung«, findet sie.

Konzert ist innerhalb weniger Tage ausverkauft gewesen

Innerhalb von vier Tagen seien alle Einlasskarten für das Konzert ausverkauft gewesen, war von einem Chormitglied zu erfahren. Doch wer schnell genug war, wurde reich beschenkt – und zwar nicht nur musikalisch. Denn schon am Eingang gab es für die treuen Konzertbesucher einen Sticker mit dem neuen Logo des Chors und: Knicklichter. Diese kleinen Leuchtstäbe kamen auch prompt zum Einsatz.

Bereits beim ersten Sologesang, einer Cover-Version des hymnischen Bette-Midler-Songs »From a distance«, funkelten sie in den Reihen der Empore. Und auch im Fortgang des Konzerts ließen sich die Zuschauer ermuntern, mitzusingen, zu swingen une zu klatschen.

Aus Projektchor wird beliebtes Ensemble

In dem etwa zweistündigen Programm besang der Chor Licht und Hoffnung mit dem Blick auf Weihnachten, pries Schöpfung und Gottvertrauen – und feierte ein wenig auch sich selbst. Denn was vor gut fünf Jahren als Projektchor entstanden ist, konnte sich in 2016 als einer der zehn besten Chöre beim WDR-Casting profilieren. Und so griff das »Jubiläumskonzert« Songs der ersten Stunde auf (I can´t keep it to myself), verwob diese mit schwungvollen Spirituals (Time to celebrate) und stellte darüber hinaus Pop-Klassiker (Bridge over troubled water) wie traditionelle Melodien (Hört der Engel helle Lieder) in neuen Arrangements vor.

Dabei war der Name des Programms – »Ich glaube« – mehr als eine Klammer für all die fröhlichen, bisweilen auch nachdenklichen musikalischen Bekenntnisse. »An etwas glauben bedeutet auch immer hoffen – und Hoffnung auf Veränderung in einer komplexer werdenden Welt kann den Weg bereiten, Mut zu entwickeln, um Veränderungen einzuleiten«, erklärte Chorrat Werner S. Franzen in seiner Ansprache.

Konzert unter dem Titel »Ich glaube« erhält viel Applaus

Um Glauben ging es nicht nur in dem titelgebenden Remake des Udo-Jürgens-Klassikers, sondern sowohl im Auftakt des Abends (Luther-Choral »Ein feste Burg ist unser Gott«) als zum Beispiel auch in den Gospel-Songs »My promise« oder »Be our light«. Und schließlich in dem großartigen weihnachtlichen Finish, als die gut 70 Sänger die Zuhörer einluden, »musikalisch dem Stern zu folgen«, bevor sie unter anderem mit einem prachtvollen »Joy to the world« ihr Publikum auf den Weihnachtsmarkt verabschiedeten.

Das allerdings ging nicht ohne jede Menge verdienten Applaus zu spenden: nicht nur für die Sänger, sondern auch für den jungen Pianisten Lion Lauer, der sich mit einer großartigen Eigenkomposition in die Herzen der Zuhörer sang, sowie für die Musiker Benjamin Jahn (Bass) und Kai Schmittmann (Schlagzeug), die dem Chor das rhythmische Rückgrat stellten. Doch mit minutenlangem Stehapplaus bedachte das Publikum Viacheslav Zaharov, den musikalischen Leiter, der mit seiner ansteckenden Freude an der Musik und seinem schwungvoll-leidenschaftlichen Dirigat wieder einmal die Herzen der Zuschauer erobert hatte.

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