Lego-Bautage: Eröffnung der neuen Löhner Ortschaft durch zwei »kleine Bürgermeister« Traum-Stadt in Kreuzkirche errichtet

Löhne (WB). »Diese Stadt bietet alles, was man sich nur wünschen kann«, lautet das Fazit von Bürgermeister Bernd Poggemöller angesichts der Eröffnung der Lego-Stadt in der Kreuzkirche an der Schrakampstraße. Und tatsächlich haben sich die kleinen Baumeister größte Mühe gegeben und besonders auf Details Wert gelegt.

Von Sonja Gruhn
Anabell (7) und Matthias (9) sind die Bürgermeister der Stadt aus Lego-Bausteinen, die sie mit anderen Kindern errichtet haben. Ein großes Lob für die Stadt, die keine Wünsche offen lässt, gibt es dafür von Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller.
Anabell (7) und Matthias (9) sind die Bürgermeister der Stadt aus Lego-Bausteinen, die sie mit anderen Kindern errichtet haben. Ein großes Lob für die Stadt, die keine Wünsche offen lässt, gibt es dafür von Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller. Foto: Sonja Gruhn

So sind nicht nur die Hochhausdächer teils begrünt oder einem anderen Zwecke wie einem Hundezwinger zugeführt worden. Im Freibad springt gerade ein Mann vom Turm, und sogar ein kleiner Friedhof ist zu entdecken. Die Vorgärten sind liebevoll gestaltet, und überall gibt es etwas zu entdecken.

»In dieser Stadt ist Leben«

»In dieser Stadt ist Leben«, sagt Poggemöller, der sich alles genau anschaute. Besonders gefalle ihm das Stadttor. Das würde in Löhne irgendwie fehlen. Auch sonst sei alles vorhanden: vom Stadion bis zum Bäderbereich.

»Die Kinder haben gebaut wie die Weltmeister«, sagt Benjamin Czytrich von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, der gemeinsam mit Daniel Unruh die Lego-Bautage organisiert hatte.

Etwa 45 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren haben an fünf Tagen jeweils eineinhalb Stunden die komplette Stadt errichtet.

Sie hat Hochhäuser, an denen teilweise Fensterputzer in luftiger Höhe in Aktion sind, Traumhäuser, ein Krankenhaus, Flughafen und Freibad, Bahnhof und Polizeistation, Rathaus, Kirche und Hotel sowie einen bunten Container-Wohnblock, der an Hundertwasser erinnert, und viele weitere Gebäude und Anlagen.

Flughafen wird in zwei Stunden gebaut

»Jeweils drei bis sechs Kinder haben in Gruppen an den sechs Großprojekten gleichzeitig gearbeitet. Fünf weitere Gruppen waren für die Traumhäuser und die Dekoration zuständig«, sagt Czytrich.

»Unser Flughafen ist übrigens nach etwa zwei Stunden fertig gewesen«, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. Die Gruppenbetreuer fungierten lediglich als Assistenten. »Die Kinder hatten während der Bauzeit die Möglichkeit, sich in eine »Oase« zurückzuziehen, um dort etwas zu essen und zu trinken.

Sie waren aber mit so viel Ausdauer und Begeisterung bei der Sache, dass wir sie am Samstagnachmittag kaum zu einem Spiel nach draußen bekamen. Wir hörten nur ein lautes ›Oh nein!‹, weil sich keiner vom Bauen losreißen konnte«, sagt Czytrich.

Der Eifer der kleinen Baumeister hat sich jedenfalls gelohnt. Dabei herausgekommen ist eine tolle, farbenfrohe Stadt, die sich wirklich sehen lassen kann. Im Rahmen eines interaktiven Familiengottesdienstes, an dem etwa 140 Besucher teilnahmen, wurde das Bauwerk am Sonntag feierlich im Beisein von Bürgermeister Bernd Poggemöller eröffnet.

Anabell (7) und Matthias (9) zerschneiden das Band

Das Band zur Eröffnung zerschnitten allerdings die zu diesem Zwecke gewählten Amtskollegen: Anabell (7) und Matthias (9) bildeten eine Doppelspitze. Als die Stadt dann enthüllt wurde, war das Staunen der Gottesdienstbesucher groß. So viel gab es zu entdecken, selbst ein Flugzeug in der Luft.

Die Besucher waren zuvor in den Gottesdienst mit eingebunden, der unter dem Thema »Gott sieht das Herz« stand und von Pastor Enrico Klee geleitet wurde. Dazu waren verschiedene Taschen, Aktenkoffer und eine Tüte vorbereitet worden. Während sich in dem schicken Aktenkoffer eine alte Socke befand, entpuppte sich die abgegriffene Tüte als Behältnis für einen wertvollen Inhalt.

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