Radtour führt 60 Löhner zu den verschiedenen Gotteshäusern Kirchen zeigen ihre Vielfalt

Löhne (WB). Unter dem Motto »Kirchen und gemeindliches Leben er-fahren« hat es am Samstag die Fahrradtour zu verschiedenen kirchlichen Gebäuden in Löhne gegeben. Die Rundtour wurde von den Löhner Kirchengemeinden und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Löhne organisiert. Anlass für die Tour war das 500-jährige Jubiläum der Reformation.

Von Natalie Lydia Meyer
Gleich geht es los: Die Radfahrer warten auf den Start zur Rundtour auf dem Parkplatz des Freibades Löhne. Eine Strecke von insgesamt 28 Kilometern liegt vor ihnen. An den einzelnen Stationen werden sie viel Neues und Wissenswertes über die kirchlichen Gebäude in Löhne erfahren.
Gleich geht es los: Die Radfahrer warten auf den Start zur Rundtour auf dem Parkplatz des Freibades Löhne. Eine Strecke von insgesamt 28 Kilometern liegt vor ihnen. An den einzelnen Stationen werden sie viel Neues und Wissenswertes über die kirchlichen Gebäude in Löhne erfahren. Foto: Natalie Lydia Meyer

Mit etwa 60 Startern ging die Tour morgens vom Freibad Löhne aus los. »Wir sind mit der Anzahl der Starter sehr zufrieden und nehmen an, dass noch mehr Fahrradfahrer dazustoßen werden. Es wird auf der Tour jederzeit möglich sein, einzusteigen oder auszusteigen«, berichtete Georg Hofemann vom ADFC, der die knapp 28 Kilometer lange Strecke ausgearbeitet hatte.

Kleiderkirche überrascht Besucher

Aus organisatorischen Gründen wurden in drei Gruppen auf verschiedenen Strecken zu den ersten zwei Zielen, der Simeonkirche in Gohfeld und zur entwidmeten Johanneskirche (Kleiderkirche), gefahren.

»Ich war angenehm überrascht von der Kleiderkirche. Es lohnt sich hineinzuschauen«, erzählte Christian Schröder. »Und dass die Simeonkirche in Gohfeld die älteste Kirche in Löhne ist, war mir neu«, fügte Horst Krämer hinzu.

Neues Wissen über die Vielfältigkeit der Kirchengemeinden zu erfahren und gemeinsam Kirchen neu zu erleben, stehe ganz im Sinne der Idee der Fahrradtour.

»Reformation war eine Demokratisierungsbewegung. Das Erbe der Reformation und wie sich Kirchen allgemein im Verlauf der Geschichte verändert haben, gemeinsam anzuschauen, steht hinter der Idee«, erklärte Harald Ludewig, Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Gohfeld.

Sein Vorschlag der Fahrradtour wurde von den anderen Kirchengemeinden und dem ADFC Löhne positiv aufgenommen. »Ich habe mich der Radtour angeschlossen, weil sie die Möglichkeit bietet, hinter die Mauern von anderen Kirchen zu schauen. Meistens kennt man von innen nur seine eigene Kirche«, verriet Krämer.

Mittagsimbiss an der Mahnener Matthäuskirche

Nach den ersten zwei Zielen, wobei sich die Radler bei einem kleinen Frühstück an der Gohfelder Simeonkirche stärken konnten, führte die Route weiter zum Gemeindezentrum Haupensiek und zur Lukaskirche.

Dann ging es nach Löhne-Ort zur Martin-Luther-Kirche und von dort aus zur Mahnener Matthäuskirche, wo es einen Mittagsimbiss gab. Die Teilnahme an der Tour war kostenlos, allerdings wurde an den Imbissstationen jeweils um eine kleine Spende gebeten.

An den einzelnen Stationen war jeweils eine Verweildauer von etwa 15 Minuten eingeplant, um sich Gebäude und die Präsentationen anzuschauen.

»Neben dem gemeinsamen Erlebnis der Radtour mussten die unterschiedlichen Gemeinden für die Planung der Tour zusammenarbeiten. Das stärkt auch den Zusammenhalt«, berichtete Harald Ludewig, der sich nach seiner Station ebenfalls der Radtour anschloss.

Von Mahnen aus ging es weiter zu der Kreuzkirche, der katholischen St. Laurentius-Kirche und der Christuskirche in Obernbeck. Bei der Christuskirche startete die Familien- und Kinderstrecke zum letzten Ziel, der Siemshofer Heilandkirche in Mennighüffen.

Auf dem Wittel wird es anstrengend

»Zu zeigen, dass Kirchen offen sind und dass die Tour die Möglichkeit bietet, über den eigenen Tellerrand hinausschauen, ist sehr schön«, erzählte Friedel Röttger, Kirchenmeister von Obernbeck.

»Der anstrengendste Teil der Tour war die Strecke auf dem Wittel und der Jostweg beim Sudbach. Dafür ist die Aussicht dort wunderschön«, erzählte Inge Hofemann vom ADFC.

Das Deutsche Rote Kreuz Löhne musste nicht zum Einsatz kommen. Es gab lediglich eine Fahrradpanne mit einem »Plattfuß«. »Insgesamt verlief die Tour sehr gut und das Wetter spielte auch mit«, erzählte Georg Hofemann. Die Tour klang mit einem gemeinsamen Singen an der Heilandkirche aus.

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