Schändung auf dem Friedhof Mahnen
Staatsschutz wird ermitteln

Löhne-Bahnhof (WB/sg). Die Polizei hat sich inzwischen um die Schmiererei, die Unbekannte auf einem Stein auf dem Friedhof Mahnen hinterlassen haben, gekümmert (diese Zeitung berichtete exklusiv).

Freitag, 24.02.2017, 06:00 Uhr
Von diesem Teil des Mahnener Friedhofes aus ist das anschließende muslimische Gräberfeld zu sehen. In dessen hinterstem Bereich liegt der Stein mit dem Mekka-Zeichen, auf den mit grüner Farbe ein Hakenkreuz gesprüht wurde. Foto: Sonja Gruhn

Beamte der Polizeiwache Löhne sind am Donnerstag vor Ort gewesen, um das nationalsozialistische Zeichen, ein Hakenkreuz, das mit grüner Farbe über ein Mekka-Zeichen auf dem muslimischen Gräberfeld des Friedhofes gesprüht worden war, in Augenschein zu nehmen.

Sie erstatten Anzeige von Amts wegen. Der Fall werde nun an den Staatsschutz in Bielefeld weitergeleitet. Von dort aus werde dann weiter ermittelt, wie es in solchen Fällen üblich ist, bestätigte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage.

Die Steinplatte mit dem Mekka-Zeichen liegt auf dem hinteren Teil des Gräberfeldes gleich neben einer Bank und einigen Gräbern.

Entdeckt hatte die Friedhofsschändung am Mittwoch die Witwe von Harun A., der im Mai 2015 infolge einer Schlägerei vor dem Bahnhof in Löhne ums Leben gekommen war, als sie das Grab ihres Mannes besuchte. Eine ihrer Töchter hat via Facebook eine Belohnung für überführende Hinweise ausgesetzt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4653683?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F
Maskenattest: Diagnose nennen ist nicht Pflicht
Beschäftigte in den Ordnungsämtern kontrollieren - wie hier in Pforzheim - die Maskenpflicht.
Nachrichten-Ticker