In Kürze soll der Bau einer Zustellbasis an der Kampstraße beginnen DHL investiert im Gewerbegebiet Kampstraße

Löhne (WB). Das Logistik-Unternehmen DHL kommt nach Löhne. Noch in diesem Sommer soll der Bau einer neuen Zustellbasis im Gewerbegebiet Kampstraße beginnen. Sie wird für die Bereiche Löhne, Bad Oeynhausen und Bünde zuständig sein. Damit werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

Von Rajkumar Mukherjee
Ein etwa 5000 Quadratmeter großes Grundstück an der Kampstraße hat das Logistikunternehmen DHL gekauft. Noch im Sommer sollen die Bauarbeiten für eine neue Zustellbasis beginnen. Sie ist später für Löhne, Bad Oeynhausen und Bünde zuständig.
Ein etwa 5000 Quadratmeter großes Grundstück an der Kampstraße hat das Logistikunternehmen DHL gekauft. Noch im Sommer sollen die Bauarbeiten für eine neue Zustellbasis beginnen. Sie ist später für Löhne, Bad Oeynhausen und Bünde zuständig. Foto: Mukherjee

Vor einiger Zeit wandte sich das Logistikunternehmen an Ulrich Niemeyer, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. »DHL zeigte Interesse an einem Standort in Löhne. Wir haben das Augenmerk schnell auf eine freie Fläche an der Kampstraße gelenkt«, sagt der Wirtschaftsförderer. Das etwa 5000 Quadratmeter große Grundstück war bis zum Verkauf in privatem Besitz. Viele Jahre stand hier ein Betonwerk. Für DHL attraktiv: Es liegt in unmittelbarer Nähe der A 30.

Das Logistik-Unternehmen möchte so schnell wie möglich mit den Bau beginnen, sagt der zuständige DHL-Sprecher Dieter Pietruck: »Bisher wird der Zustellbereich von der Basis in Herford mitbetreut. Löhne soll diese Basis, wenn die Bauarbeiten wie geplant vorangehen, noch in diesem Jahr entlasten.«

Sendungen kommen aus Bielefeld

Die neue Zustellbasis ist Teil eines Expansionspaketes, das DHL seit etwa vier Jahren im gesamten Bundesgebiet umsetzt. Etwa 750 Millionen Euro werden insgesamt in die Erweiterung der Logistik investiert. Aus diesen Mitteln fließe ein Teil auch in den Standort Löhne, sagt Dieter Pietruck. Derzeit gebe es in Deutschland 34 Paketzentren, darunter der Standort Bielefeld, und – später mit Löhne – 220 Zustellbezirke.

Nach der Fertigstellung der Zustellbasis werden Sendungen aus Bielefeld hierher gebracht. In Löhne werden die Pakete zunächst nach Adressen sortiert. Anschließend bringen Fahrer sie zu den Kunden. Bis zu 40 Bezirke seien vorgesehen. Dazu kommen auch Firmensendungen. »In der Anfangsphase werden die Mitarbeiter täglich etwa 5000 Pakete sortieren und zustellen. Möglich sind bis zu 10 000 Sendungen am Tag«, sagt Dieter Pietruck. Die maximale Kapazität werde zu Anfang aber nicht voll ausgeschöpft.

Ausbaureserve vorhanden

Eine Ausbaureserve gebe es auch über das bislang geplante Gebäude hinaus. Sollte der Platz in einigen Jahren nicht mehr ausreichen, könne angebaut werden. »Es wird jetzt gebaut, bei den Planungen blicken wir aber schon einige Jahre voraus. Deshalb wurde die Möglichkeit einer Erweiterung schon jetzt berücksichtigt«, sagt Dieter Pietruck.

Mit der neuen Zustellbasis werden auch Mitarbeiter gebraucht. Ulrich Niemeyer nannte am Donnerstagabend während der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses eine Zahl von 30 bis 40. Darunter seien aber auch Mitarbeiter aus dem Bestand.

Auf eine genaue Zahl legte sich Dieter Pietruck auf Anfrage nicht fest. »Weil die Zustellbasis zunächst mit einer kleinen Kapazität arbeitet, wird zu Beginn nicht die maximale Zahl der Mitarbeiter benötigt«, sagte er. Zudem werde Personal auch aus der Zustellbasis Herford nach Löhne kommen. »Da wir weiter expandieren, könnten es zu einem späteren Zeitpunkt mehr Mitarbeiter sein«, fügte Dieter Pietruck hinzu.

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