Grundstein für den Erweiterungsbau des Kirchenzentrums Kirchlengern-Mitte „Auf der Wehme“ gelegt
30 Kinder sollen hier betreut werden

Bünde (WB) -

Marina Kaufmann und Laura Röhrig vom Elternbeirat können den August dieses Jahres kaum abwarten. Dann soll der Erweiterungsbau des Evangelischen Kirchenzentrums Kirchlengern-Mitte, Standort „Auf der Wehme“, bezugsfertig sein und sich mit kindlichem Leben füllen.

Sonntag, 18.04.2021, 18:00 Uhr
Bürgermeister Rüdiger Meier versenkt bei der Grundsteinlegung unter anderem eine Zeitkapsel. Mit dabei sind (von links) Kita-Leiterin Sabine Klei, Architekt Jörn Haubrock, Kita-Leiterin Anke Lückingsmeier, Tobias Priem (Trägervertreter Kita Auf der Wehme) und Petra Günnemann, Presbyterin und Trägervertreterin der Kita Amselweg. Foto: Kim Schmalz

Derzeit braucht es hierzu jedoch noch viel Fantasie. Die jungen Mütter stehen zwischen Baugerät und Betonsteinen und über ihren Köpfen zieht ein Kran seine Kettenwinde hoch. „Der Standort ist ein Traum für uns als Eltern. Die Kita ist sehr zentral gelegen und durch die gute Anbindung an den Bahnhof ist man schnell hier und kann Beruf und Kinderbetreuung optimal verbinden“, lobt Kaufmann.

Der Anlass für die Zusammenkunft der beiden Frauen ist die Grundsteinlegung, bei der neben Vertretern der Kita und der Kirche auch Bürgermeister Rüdiger Meier und der zuständige Architekt Jörn Haubrock anwesend sind.

Die Kosten des Bauprojektes beziffert Haubrock auf 1,7 Millionen Euro. Hiervon trägt 1,5 Millionen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Dabei sei jeder Cent eine notwendige Investition, um des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Anstiegs der Nachfrage nach Betreuungsplätze in Kirchlengern Herr zu werden. Neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zur Versorgungsquote, die besonders Bürgermeister Meier am Herzen liegt, sieht Kita-Leiterin Anke Lückingsmeier eine pädagogisch-pragmatische Argumentation für den Neubau: „Eine zweigruppige Einrichtung mit einer Betreuungszahl von 20 Kindern, wie wir sie jetzt haben, ist eigentlich nicht überlebensfähig.“

Die Baustelle an der Kirche. Hier entsteht der Erweiterungsbau.

Die Baustelle an der Kirche. Hier entsteht der Erweiterungsbau. Foto: Kim Schmalz

 

Lückingsmeier teilt sich die Kita-Leitung mit Sabine Klei, die seit anderthalb Jahren in der Einrichtung ihre erziehungswissenschaftliche Arbeit verrichtet. „30 Kinder kann der Standort nach der geplanten Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes mehr unterbringen, vorausgesetzt, es bleibt beim 1. August“, freut sich Klei. Verfügbar seien auch zehn Krippenplätze. Zudem könne endlich frisch gekocht werden, was derzeit noch von einem Caterer abgedeckt werde. „Neben geeigneten Räumlichkeiten müssen wir darüber hinaus natürlich auch den Personalschlüssel hochsetzen. Mehr Kinder bedeutet mehr Personal“, meinen die beiden Leiterinnen. „Daher suchen wir dringend pädagogisches Personal, das uns in ein paar Monaten tatkräftig unterstützen möchte. Wir freuen uns über jede Bewerbung“, so Klei.

Besondere Unterstützung genießt die Bauerweiterung auch seitens der Kirchengemeinde. Pfarrer Sergej Klause, der an dem Treffen aus Termingründen nicht teilnehmen konnte, erhoffe sich damit, Familien für christliche Projekte gewinnen zu können, wie die drei anwesenden Vertreter der Kirche erklärten.

Noch ist für das geplante Gebäude vor dem Gemeindehaus lediglich der Grundstein gelegt. Bürgermeister Rüdiger Meier ließ es sich nicht nehmen, einen USB-Stick mit Fotos der derzeitigen Kindergartenkinder als Zeitkapsel sowie ein laminiertes Blatt mit den Fingerabdrücken der kleinen Kita-Gäste und aktuelle Zeitungen im Mauerwerk verschwinden zu lassen. „Mal schauen, wie lange die Technik standhält und ob die Menschen in einigen Jahrzehnten mit dem Stick noch etwas anfangen können“, überlegte Meier.

Ein weiterer Standort des Kirchenzentrums ist am Amselweg. Auch hier soll bald der Betonmischer rollen, es hapert jedoch derzeit noch an der Baugenehmigung. Dann kann Kirchlengern seine Versorgungsquote für die nächsten Jahre endlich erfüllen.

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