Kirchlengern verteilt Tablets für den Unterricht an sämtliche Schüler
Grundschulkinder erhalten die ersten Ipads

Kirchlengern (WB). Das erste Wahlversprechen des wieder gewählten Bürgermeisters Rüdiger Meier ist erfüllt. Im Ratssaal hat er am Donnerstag einen Schwung Ipads an Vertreter des Grundschulverbundes Elseaue übergeben.

Freitag, 02.10.2020, 05:29 Uhr
Torben, Daniel und Lavinia (von links) prüfen, was das Ipad zu bieten hat, mit dem alle Schüler in Kirchlengern ausgerüstet werden. Antje Grabisch, Birgit Schwidde-Koepke, Birthe Heetjans und Bürgermeister Rüdiger Meier (hinten, von links) schauen zu. Foto: Stephan Rechlin

Die an Torben (10), Lavinia (8) und David (9) überreichten Tablets stehen symbolisch für insgesamt 862 Geräte, die zunächst an Grundschüler, nach den Herbstferien auch an Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule verteilt werden.

Über Digitalisierung wird in Kirchlengern wie auch im Rest der Republik seit mehr als 20 Jahren gesprochen. Vor drei Jahren wurde es an den Schulen in Kirchlengern langsam konkreter. Die Ausrüstung sämtlicher Schüler aber hätte den bisherigen Erfahrungen zufolge mindestens drei bis fünf Jahre gedauert. Bürgermeister Rüdiger Meier: „Die Corona-Krise sorgte für einen Beschleunigungsschub. Jetzt schaffen wir das alles in nur einem Jahr.“

In einem Rutsch

Auf die Komplett-Ausstattung aller Schüler sind inzwischen so gut wie alle Kommunen im Kreis Herford eingeschwenkt. In zwei Punkten schlägt Kirchlengern einen etwas anderen Weg ein. Hier werden auch sämtliche Lehrer im ersten Rutsch komplett mit Ipads versorgt. In den Förderprogrammen ist das eigentlich nicht vorgesehen – für Landesbedienstete sieht das Land einen anderen Finanzierungsweg vor. Der führt in zahlreichen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden zu Lieferengpässen mit dem Risiko, dass die auf den Kosten der Geräte sitzen bleiben, falls deren Anschaffung nicht bis zum Jahresende gelingt.

Michael Höke, Fachbereichsleiter Schule in Kirchlengern, hat darum mit Zustimmung von Rat und Ausschüssen die drei Förderpakete zusammengeschnürt und die Gesamtanschaffung der Geräte sowohl für Schüler als auch für Lehrer komplett bezahlt. Insgesamt kostet die Gesamtausrü-stung 959.000 Euro. Aus den drei Förderpaketen (Gute Schule 2020, Digitalpakt Schule, Sofortausstattungsprogramm für hilfebedürftige Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal) fließen 622.000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt also bei 337.000 Euro. Zusätzlich werden alle Grundschulklassen in den Herbstferien mit digitalen Tafeln ausgestattet.

Geräte sind versichert

Torben, Lavinia, David und ihre Mitschüler dürfen die Ipads über ihre gesamte Grundschulzeit hinweg behalten. Computerspiele funktionieren übrigens nicht darauf. Birgit Schwidde-Koepke leitet den Grundschulverband Elseaue: „Die Geräte sollen zu Hause nur von den Schulkindern und nur zu schulischen Zwecken eingesetzt werden.“

Die Kinder werden zu einem behutsamen Umgang mit den Leihgeräten verpflichtet. Sollten sie nicht gerade fahrlässig damit umgehen oder sie über Ebay verkaufen, sind die Geräte über die Gemeinde versichert.

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