Gemeinde erteilt Architekt aus Kirchlengern den Zuschlag
So wird die Mobilstation am Bahnhof

Kirchlengern (WB). Ausleihen, abschließen, parken – all das wird in der neuen Mobilstation am Bahnhof in Kirchlengern möglich sein. Das Besondere: Die Ausschreibung für die Planung hat ein Architekt vor Ort gewonnen.

Mittwoch, 02.09.2020, 17:11 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 17:20 Uhr
Bürgermeister Rüdiger Meier (v.l.), Architekt Jens Christian Schneider und Fachbereichsleiter Karl-Heinz Saße stellen die Pläne vor.

Innovativ soll sie werden, ein großer Schritt in Richtung fahrradfreundliche Zukunft und passen soll sie zum Bahnhof und zum Familienarztzentrum: Die neue Mobilstation am Bahnhof solle schlichtweg ein Vorzeigeprojekt für die ganze Region werden, wirbt die Gemeinde. All das hat Architekt Jens Christian Schneider versucht in einem ersten Entwurf unterzubringen.

Dafür hat er von der Gemeinde Kirchlengern das wohl schönste Geschenk zum zehnjährigen Bestehen seines Architekturbüros in Kirchlengern bekommen: Der Mann von JES Architektur, gebürtig aus Bünde, erhielt den Zuschlag für die Planung. „Herr Schneider ist ein junger Architekt, der aus Kirchlengern kommt und dem wir die Aufgabe zutrauen, so dass wir ihn zur Teilnahme an der Ausschreibung eingeladen haben“, sagt Karl-Heinz Saße, Fachbereichsleiter für Planen, Bauen, Technische Dienste. Das Investitionsvolumen hatte die Gemeinde anfangs mit 672.000 Euro beziffert, wobei darin Fördermittel in Höhe von 582.000 Euro enthalten wären. Für die Gemeinde beliefe sich der Nettoanteil somit auf lediglich 90.000 Euro.

Lademöglichkeiten für E-Bikes

Die Mobilstation wird vom Bahnhof aus gesehen links vom Familienarztzentrum gebaut. Dort, wo sich momentan noch eine dicht bewachsene Wiese befindet, werden Park- und Abschließmöglichkeiten für Fahrräder, E-Fahrräder, E-Roller und E-Autos geschaffen. Darüber hinaus können E-Fahrräder geliehen werden. „An den Fahrradständern wird es direkt Lademöglichkeiten geben und Helme und Jacken können ebenfalls verschlossen werden“, erklärt Jens Christian Schneider. Am Eingang wird ein Büro eingerichtet, in dem es von morgens bis abends einen Ansprechpartner für alle Ankommende und Wegfahrende geben wird. „Von dort aus kann auch die Reparatur von Zweirädern durch eine ortsnahe Fachwerkstatt organisiert werden“, ergänzt Bürgermeister Rüdiger Meier.

Zweigstationen geplant

Vom Aussehen her soll sich die Mobilstation an Bahnhof und Arztzentrum anlehnen. „Wir wollen hier keinen Stilbruch“, sagt Rüdiger Meier. „Vorstellen kann ich mir eine Lochblechverkleidung am Fahrradbereich und vorne Klinker, passend zum Bahnhof“, erläutert Architekt Schneider seine Idee.

Mit der Mobilstation will die Gemeinde einen Grundstein für ein zukunftsträchtiges, ausbaufähiges Projekt legen. Vorstellbar seien später, wenn die Mobilstation angenommen werde auch Zweigstationen im Norden von Kirchlengern oder direkt bei hiesigen Unternehmen, sagt Karl-Heinz Saße. „Räder können dann am Bahnhof oder den Zweigstationen geliehen oder gelagert werden und bei der Ankunft an der Zielstation wieder abgegeben oder abgestellt werden“, erklärt der Fachmann der Gemeinde. Die erste Planung wird am 16. September im Fachausschuss der Gemeinde vorgestellt.

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