Neuer Weg für 20.000 Euro führt hinter Straßenverkehrsamt Kirchlengern entlang
Sicheres Radfahren auf „Fischers Patt“

Kirchlengern (WB). Klaus-Peter Fischer, Abteilungsleiter beim Straßenverkehrsamt des Kreises Herford, hält voller Stolz das grüne Schild mit der Aufschrift „Fischers Patt“ in den Händen. Dieses wird künftig auf den neuen, rund 250 Meter langen Radweg hinweisen, der direkt hinter Fischers Wirkungsstätte an der Elsestraße entlangführt.

Mittwoch, 10.06.2020, 06:34 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 10:54 Uhr
Klaus-Peter Fischer (Mitte) hält das Schild mit der Aufschrift „Fischers Patt“ hoch. Es ist ein Geschenk von Rüdiger Meier (links) und Jürgen Müller. Das Trio steht auf dem neuen Radweg, der hinter dem Straßenverkehrsamt entlangführt. Foto: Sonja Töbing

„Klaus-Peter Fischer hatte die Idee, den Weg anlegen zu lassen. Die bisherig Radverkehrsführung an dieser Stelle war stark verbesserungswürdig“, betont Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier. Bislang hätten Radler, die auf der Elsestraße in Höhe des Straßenverkehrsamtes in Richtung Kreisverkehrsplatz Oberbehme fuhren, die Fahrbahn zwei Mal kreuzen müssen.

„Teilweise wurde einfach auf der falschen Seite auf dem Gehweg weitergefahren, um das Wechseln der Straßenseite zu vermeiden. Das ist natürlich verkehrswidrig“, berichtet Klaus-Peter Fischer, der das Geschehen oft genug beobachtet hat.

120 Meter führen durchs Grüne

Das neue Teilstück führe nun über den Parkplatz des Amtes und direkt hinter dem Gebäude entlang und sei somit deutlich sicherer. Rund 20.000 Euro hat der Kreis Herford investiert, wie Patrick Albrecht von der Pressestelle des Kreises mitteilt. „Fischers Patt“ befinde sich an einer landesweiten NRW-Radwegroute, an der auch die vom Kreis Herford erneuerte Elsebrücke liege. Diese Route werde relativ stark frequentiert.

Während die ersten 130 Meter des Weges über den Parkplatz führen, geht es auf den restlichen rund 120 Metern durchs Grüne. „Der Belag besteht in diesem Bereich aus einer umweltfreundlichen wassergebundenen Decke, hergestellt aus einem festgerollten Mineralgemisch. So werden die Wurzeln der angrenzenden Bäume nicht beschädigt, und das Regenwasser kann nach wie vor ungehindert einsickern“, erzählt Landrat Jürgen Müller. Der Eingriff in Natur und Landschaft sei somit minimal.

Mit dem Bau des Teilstücks habe man Mitte Januar, Anfang Februar begonnen, am 8. April endeten die Arbeiten. „Das ging wirklich zügig“, freut sich Namensgeber Fischer.

300.000 Euro für Radwege

Jürgen Müller betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass der kommunale Radwegebau einen hohen Stellenwert habe. „Pro Jahr stellen wir 300.000 Euro dafür im Kreishaushalt zur Verfügung“, sagte der Landrat. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehe derzeit die Verbindung von Herford über Hiddenhausen bis nach Enger. „Dazu gibt es bereits eine entsprechende Beschlusslage.“

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