Bewohner von AWO-Seniorenzentrum in Kirchlengern erfahren viel Solidarität Kleine Lichtblicke

Kirchlengern (WB).Keine Besucher, keine Gruppenangebote und einen anders strukturierten Alltag müssen die Bewohner des AWO-Seniorenzentrums Kirchlengern momentan in Kauf nehmen. Dafür aber dürfen sie sich bereits seit Beginn der Corona-Ausbreitung über viel Solidarität aus der Gemeinde freuen.

Von Annika Tismer
Korinna Kouame (links) und Jennifer Winter freuen sich über die große Solidarität.
Korinna Kouame (links) und Jennifer Winter freuen sich über die große Solidarität. Foto: Annika TIsmer

Ganz unterschiedlich sind dabei die kleinen Lichtblicke, die Bewohner und Mitarbeiter Tag für Tag erfahren. „Pünktlich um 15 Uhr kommt zum Beispiel jeden Tag ein kleiner Junge mit seiner Familie vorbei und winkt von der Straße aus fünf Minuten lang den Bewohnern zu“, sagt Altenpflegerin Korinna Kouame. Viele der 63 Bewohner würden inzwischen schon sehnsüchtig auf den kleinen Gruß von draußen warten. „Und auf den ist Verlass, er kommt selbst bei schlechtem Wetter vorbei“, sagt sie. Meistens bringt er dann sogar noch eine Bastelei mit, die er in den Briefkasten wirft.

Auch ein Nachbarsmädchen würde regelmäßig gemalte Bilder vorbeibringen. „Sie schaut dann von ihrem Fenster aus zu, wie wir das Werk aufhängen“, sagt Einrichtungsleiterin Jennifer Winter. Und auch in der Notbetreuung der AWO-Kindergärten wurde schon für die Senioren gemalt.

Pizza und Pasta spendiert

Doch nicht nur Kinder bringen den Senioren Ostergrüße vorbei, auch Erwachsene haben schon kleine Geschenke vorbereitet. „Wir haben zum Beispiel für jeden Bewohner einen gebastelten Vogel bekommen. Die hängen jetzt jeweils an den Fenstern“, erklärt Kouame.

Ncht nur die Bewohner wurden mit Basteleien und Briefen bedacht, auch die Mitarbeiter haben schon viel Anerkennung erfahren: „Jemand hat uns zum Beispiel 60 kleine Tüten mit Süßigkeiten darin gefertigt. Da haben sich alle sehr gefreut“, sagt Kouame.

Geschäftsleute haben den Bewohnern ebenfalls eine Freude gemacht. So wurden von einem Blumenhändler Rosen gespendet, die von den Bewohnern betrachtet werden können. Und die Pizzeria Diavolo hat allen Bewohnern Pizza und Pasta spendiert. „Wir sind wirklich froh, dass bislang noch alle recht guter Dinge sind und durch diese kleinen Lichtblicke gut durch die Tage kommen. Ich glaube, in dieser Zeit wachsen auch hier alle ein bisschen näher zusammen“, sagt Winter.

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