Am Aqua Fun haben die Abrissarbeiten begonnen – Alte Sauna weicht als Erstes
Startschuss für den Neubau

Kirchlengern  (WB). Dieser Beschluss war einstimmig: Am 14. Januar 2016 sprach sich der Gemeinderat Kirchlengern dafür aus, dass das Hallen- und Freibad Aqua Fun erhalten und erneuert werden soll. Damals wurde auch festgelegt, dass das in Form eines Neubaus zu geschehen hat – und zwar so, dass der Badebetrieb im Altbau fortgeführt werden kann.

Mittwoch, 05.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 11:22 Uhr
Sebastian Watermann (Projektleiter Abbruch), Beigeordneter Stefan Junkermann, Bürgermeister Rüdiger Meier und Bauleiter Sven Stratmann (Geising + Böker GmbH, von links) vor der alten Sauna. Foto: Hilko Raske

Vier Jahre sind seitdem ins Land gezogen. Dass es nun wirklich vorangeht, zeigte sich am Dienstagvormittag am Bereich des Saunaanbaus am Aqua Fun. Dort begannen nämlich die Abrissarbeiten. „Dieser Abriss ist zugleich der sichtbare Start des Neubaus“, betonte Bürgermeister Rüdiger Meier. Der Abriss der alten Sauna sei erforderlich, um Platz für das Baufeld des neuen Hallenbades zu schaffen. Der neue Baukörper werde möglichst nah am vorhandenen Bad liegen. „Hintergrund sind die Attraktivität des gewohnten Badestandortes und das Ziel, die vorhandenen Becken des Freibades an die neue Badewassertechnik im Keller des Neubaus anzuschließen.“ Im Anschluss an den Abbruch werde die Baustelle eingerichtet und mit den umfangreichen Erdarbeiten begonnen.

Mit einer Investitionssumme in Höhe von 12,9 Millionen Euro ist der Neubau des Freizeitbades das bislang größte Hochbauprojekt in der Geschichte der Elsegemeinde. Das Projekt wird auch durch Bundes- und Landesmittel gefördert.

250 Quadratmeter großes Hallenschwimmbecken

Die Planung für das Projekt sieht vor, dass das neue Aqua Fun Kirchlengern ein multifunktionales Frei- und Hallenbad mit erweitertem Angebot werden soll. Vorgesehen sind so ein 250 Quadratmeter großes Hallenschwimmbecken mit vier Bahnen, ein 100 Quadratmeter-Warmbecken mit Hubboden sowie ein großer Kinderspielbereich mit Becken, Minirutsche und Wasserattraktionen. Ergänzt werden soll das Freizeitbad durch eine neue Rutsche sowie eine Saunaanlage, die mehrere Saunen umfasst.

Apropos Sauna: Dieses Angebot hatte eine Ratsmehrheit aus Kostengründen ursprünglich abgelehnt. Womit der Rat allerdings nicht gerechnet hatte, war der Widerstand in der Bevölkerung gegen diese Entscheidung. Mit einem Bürgerentscheid setzten die Bürger ihre Vorstellung durch.

Naturfreundlicher Außenbereich

Die Außenanlagen des Aqua Funs sollen unter den Gesichtspunkten Nutzerfreundlichkeit und Biodiversität neugestaltet werden. Bei der Auswahl der Sträucher und Gehölze wurde auf einen ausgewogenen Blühplan und heimische Pflanzenarten Wert gelegt. Parallel zum Markbach soll es zudem eine Versickerungsmulde geben, die bei stärkeren Regenfällen hilfreich sein soll.

In die Planung eingeflossen sind auch die Erfahrungen aus dem Jahr 2014 – damals war durch Starkregen der Technikkeller des Bades geflutet worden. „Künftig liegt das Aqua Fun deutlich höher. Damit wird es der Natur schwerer gemacht und praktisch verhindert, dass so etwas noch einmal vorkommt“, sagte Bürgermeister Meier.

Und wie geht es nun weiter mit den Arbeiten? Nach dem Abriss des Saunabereiches sollen im März für den Neubau im Untergrund Träger geschaffen werden – immerhin ist der Boden erst in acht Metern Tiefe tragfähig. „Wenn alles nach Plan verläuft, kann das neue Hallenbad Ende 2021 in Betrieb genommen werden“, so Rüdiger Meier.

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