Marcel Kokott (22) ist Ausbildungsbotschafter – Lehrbetrieb in Kirchlengern
„Handwerk macht Spaß“

Kirchlengern  (WB). Was macht eigentlich ein Handwerker? Kann man Karriere machen? Wie ist die Entlohnung? Antworten gibt Marcel Kokott. Denn der 22-Jährige ist „Ausbildungsbotschafter“ und selbst noch Auszubildender im Metall-Handwerk – im dritten Ausbildungsjahr zum Feinwerkmechaniker. Sein Ausbildungsbetrieb ist in Kirchlengern.

Freitag, 03.01.2020, 17:17 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 17:22 Uhr
Marcel Kokott ist „Ausbildungsbotschafter“ der Handwerkskammer. In den Klassenräumen Herforder Schulen stellt er den Beruf des Feinwerkmechanikers vor. Zu dem Handwerk gehört das Bedienen von CNC-Maschinen. Foto: Christian Weber

Als Ausbildungsbotschafter der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld stellt er Haupt-, Real- und Gesamtschülern sein Handwerk vor. Aufmerksam geworden ist die Handwerkskammer auf den Bielefelder, als er auf einer Berufsinformationsveranstaltung in der Herforder Geschwister-Scholl-Realschule am Stand des Metallbau-Handwerks Schülern von seinem Beruf erzählte. Ihm wurde angeboten, an einer Schulung teilzunehmen und künftig für seinen Beruf in Schulen zu werben.

Nach dem Abitur 2015 studierte Kokott Maschinenbau an der Fachhochschule Bielefeld. „Im zweiten Semester habe ich festgestellt, dass es mir nicht reicht, über Maschinen zu reden, sondern dass ich sie bauen will“, sagt er. Dadurch ist er auf den Beruf des Feinwerkmechanikers gekommen.

Mit Unterstützung der Agentur für Arbeit hat sich Marcel Kokott bei mehreren Metallbau-Betrieben in der Region beworben. Auf der Berufsausbildungsmesse 2016 im Herforder Güterbahnhof bewarb er bei der Fachinnung Metall Herford. Im Juli folgte ein zweitägiges Praktikum, das in einen Ausbildungsvertrag mündete.

„Handwerk macht Spaß“, dass erlebt der angehende Feinwerkmechaniker immer wieder – und es hat ihm auch privat besondere Anerkennung eingebracht. Als Hobbyfußballer hatte er seinem Trainer helfen können: Dieser wünschte sich kleine Tore fürs Schusstraining. Der Azubi konnte helfen. In seinem Ausbildungsbetrieb in Kirchlengern durfte er aus Stahlrohren die Tore bauen – von ihm selbst skizziert, geschnitten und geschweißt.

Jedes fertige Werkstück ist letztlich ein Produkt von theoretischen und praktischen Fähigkeiten. Daher nimmt der Ausbildungsbotschafter gerne eine Auswahl mit in die Klassenzimmer, damit die Schüler etwas zum Anfassen haben. Und wenn dann die Fragen kommen, wofür die Teile gebraucht und wie sie hergestellt werden, ist das erste Interesse am Handwerk geweckt.

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