Verwaltung schlägt 1,3 Millionen Euro teuren Neubau vor Gerätehaus Kirchlengern: neues Gebäude statt Sanierung

Kirchlengern (WB). Ursprünglich waren nur eine Sanierung und eine Erweiterung geplant, nun soll es ein 1,3 Millionen Euro teurer Neubau werden. Die Rede ist vom Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Kirchlengern Auf dem Fienberge.

Von Daniel Salmon
Diskutiert werden soll der von der Gemeinde vorgeschlagene Neubau in der kommenden Sitzung des Feuerwehrausschusses am morgigen Mittwoch, 27. November. Dann wird auch ein Fachplaner die genauen Planungen erläutern.
Diskutiert werden soll der von der Gemeinde vorgeschlagene Neubau in der kommenden Sitzung des Feuerwehrausschusses am morgigen Mittwoch, 27. November. Dann wird auch ein Fachplaner die genauen Planungen erläutern. Foto: Daniel Salmon

Diskutiert werden soll das Thema in der kommenden Sitzung des Feuerwehrausschusses am morgigen Mittwoch, 27. November. Konkret schlägt die Gemeindeverwaltung vor, eine 267 Quadratmeter große Fahrzeughalle mit vier Fahrzeugstellplätzen und einem separaten Sozialtrakt (Sanitär-, Büro-, Umkleide-, Funktions- und Besprechungsräume) zu errichten.

Mitgliederzahl gestiegen

Wie mehrfach berichtet, war bislang der Umbau des alten Gerätehauses vorgesehen gewesen. »Außerdem sollte mit einem zusätzlichen Anbau der auch heute schon benötigte Raumbedarf gedeckt werden«, heißt es in den Ausführungen der Gemeinde in den Sitzungsunterlagen für den Ausschuss. Allerdings habe es während des laufenden Planungsprozesses eine positive Entwicklung gegeben. Denn durch Werbemaßnahmen der Freiwilligen Feuerwehr sei die Mitgliederzahl der Löschgruppe Kirchlengern von 19 auf 35 Mitglieder deutlich angestiegen.

Künftiger Raumbedarf analysiert

»Diese erfreuliche Entwicklung hat natürlich auch Auswirkungen auf den künftigen Raumbedarf an dem Standort und damit auch nachhaltigen Einfluss auf die Größe der künftigen Sozialräume«, weiß man auch im Rathaus. In Gesprächen zwischen Kommunalverwaltung und Löschgruppe habe sich dann gezeigt, dass es bei den »jetzigen baulichen Rahmenbedingungen nicht mehr sinnvoll ist«, über einen Umbau des Altbaus, ergänzt um einen Anbau, nachzudenken.

Neubau auf einem Nachbargrundstück

Probleme hätte es bei dieser Variante etwa bei den Unterstellmöglichkeiten der Anhänger – etwa für Boot und Kleinmaterial –, den beengten Verhältnissen im heutigen Sozialtrakt oder dem nicht barrierefreien Zugang zum Besprechungsraum im Obergeschoss gegeben. Ebenso wären »die einfachsten heutigen Hygieneanforderungen« bei einem bloßen Umbau nicht umsetzbar. »Auch die Parkplatzsituation sowie außerdem die An- und Abfahrt im Einsatz wäre bei der Umbauvariante durch die vorgegebene Stellung des Altgebäudes einsatztechnisch nicht optimal gestaltbar gewesen«, heißt es in der Vorlage für den Feuerwehrausschuss. Fest steht aus Sicht der Verwaltung somit: Nur ein Neubau – und zwar auf einem Nachbargrundstück – könnte den Bedarfen der Löschgruppe gerecht werden.

Kein Abriss

»Die Entwurfsplanung des Neubaus findet auch die Zustimmung der Löschgruppe«, teilt die Gemeinde mit. Weil das neue Gerätehaus auf dem Nachbargrundstück entstehen soll, bestünde für die Feuerwehrleute die Möglichkeit, bis zur Fertigstellung des Neubaus den Dienst in den alten Räumen fortzusetzen. Abgerissen werden soll die alte Immobilie nach Vorstellungen der Verwaltung nicht – allein schon aus Kostengründen. Stattdessen solle nun sondiert werden, ob sich das Gebäude möglicherweise für eine andere Nutzung veräußern ließe.

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