Leistungsnachweis: Schnellste Gruppen kommen aus Hiddenhausen und Kirchlengern
Feuerwehr probt optimales Handeln

Hiddenhausen (WB). Die schnellsten Feuerwehrleute aus dem Kreis Herford kommen vom Löschzug Hiddenhausen-Eilshausen und der Löschgruppe Kirchlengern-Mitte. Sie arbeiten zudem fehlerfrei zusammen und verfügen über ein umfangreiches Fachwissen. Das ist das Ergebnis des diesjährigen Leistungsnachweises, der am Samstag rund um die Kreisfeuerwehrzentrale in Hiddenhausen stattfand.

Dienstag, 01.10.2019, 15:00 Uhr
Dominik Meier, Gina Hofmann, Marko Kleinschmidt, Oliver Seidel, Daniel Niemeier und Nick Patzelt vom Löschzug Gohfeld-Wittel.

Am Ende erreichten alle 44 Mannschaften das Übungsziel. Kreisbrandmeister Bernd Kröger war zufrieden: »Auf die Feuerwehrleute ist im Notfall Verlass!«

Der Wettbewerb wird nach den Vorgaben des Verbandes der Feuerwehren NRW ausgetragen und gliedert sich in vier Teile. So müssen die Ehrenamtlichen eine Löschübung vorführen, Feuerwehrknoten anlegen und theoretisches Wissen sowie sportliche Fitness zeigen. Ziel sei es, die Abläufe im Feuerwehreinsatz zu optimieren und die Leistungsfähigkeit zu steigern, meinte Kröger.

40. Wettbewerb mit 300 Teilnehmern

1979 fand der Wettbewerb erstmals an gleicher Stelle statt. Zur 40. Neuauflage gingen rund 300 Feuerwehrleute aus den neun Wehren im Kreisgebiet an den Start. Sie konnten wahlweise als Staffel, also mit sechs Aktiven, oder neunköpfige Gruppe antreten. Oberschiedsrichter Michael Stiegelmeier (Herford) erteilte den Auftrag an die Mannschaft vom Löschzug Eilshausen: »Wasserentnahmestelle offenes Gewässer, zur Brandbekämpfung der Zielfeuer vor!«

Die neun Männer legten los: Wasser- und Schlauchtrupp kuppelten zunächst die Saugleitung zusammen, die sie anschließend in den Brunnen eintauchten. Währenddessen hatten Nils Krowicki und Marco Ruschhaupt vom Angriffstrupp bereits das Schlauchmaterial auf der abgesperrten Meierstraße in Richtung Zielfeuer verlegt. Mit ihrem C-Strahlrohr brachten sie die erste Zielklappe im »linken Brandabschnitt« zu Fall. Wenig später waren der Wasser- und der Schlauchtrupp ebenfalls zur Stelle. Sie nahmen zwei weitere Angriffsleitungen vor. Gruppenführer Bernd Gante lobte seine Leute, die deutlich unter der Zeitvorgabe von fünf Minuten geblieben waren.

Fragen zur Gerätekunde

Während 14 Mannschaften die Gruppenübung absolvierten, nahmen 30 an der Staffelversion teil. Sie entnahmen unter anderem Löschwasser aus einem Unterflurhydranten und setzten dazu ein Standrohr, mit dem sie die Sammelwasserversorgung anzapften. An der nächsten Station demonstrierten die Ehrenamtlichen drei Feuerwehrknoten. Maximal drei Minuten standen ihnen dafür zur Verfügung. Ein theoretischer Test gehörte ebenfalls zum Programm. Die Feuerwehrleute beantworteten in diesem Jahr Fragen zu den Themen Fahrzeug- und Gerätekunde sowie ABC-Einsatz (steht für atomare, biologische und chemische Gefahren).

Leistungsabzeichen für Michael Brinkmann

Das Schiedsrichterteam des Kreisfeuerwehrverbandes, zu dem etwa 30 Feuerwehrführungskräfte zählten, behielt währenddessen alles im Blick. Am Schluss gab es die begehrten Abzeichen und Urkunden für die Teilnehmer. Kreisbrandmeister Bernd Kröger würdigte besonders den Ehrgeiz von Michael Brinkmann vom Löschzug Spenge-Lenzinghausen, der zum 40. Mal an dem Wettbewerb teilnahm. »Das hat noch niemand aus dem Kreis Herford geschafft!«

Brinkmann wurde mit dem »Leistungsabzeichen der Sonderstufe in Gold mit Jahreszahl« und einer Sonderurkunde des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Die Siegerpokale für besonders gute Mannschaftsleistungen überreichte Kröger an die Gruppe des Löschzugs Hiddenhausen-Eilshausen und die Staffel der Löschgruppe Kirchlengern-Mitte, die in ihrer Kategorie jeweils die beste Gesamtzeit erreicht hatten.

Fürs nächste Jahr hofft Kröger auf 50 Mannschaften. Ausreichend Potential sei vorhanden: Im Kreis Herford gibt es rund 1600 Feuerwehrleute. Ein Großteil von ihnen ist ehrenamtlich tätig.

 

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