Misslungene Stop-Markierung an der Stiftstraße schon teilweise entfernt
Nächstes Mal mit Schablone

Kirchlengern (WB). Es dürfte die hässlichste Stop-Markierung in Deutschland gewesen sein – zumindest aber in Ostwestfalen: der krakelige Schriftzug an der Ecke Neue Straße/Stiftstraße in Stift Quernheim. Nun sind die Buchstaben weg, Ersatz ist aber in Sicht.

Freitag, 07.06.2019, 09:00 Uhr
Auch wenn die Farbe abgeschält ist, kann man den Stop-Schriftzug noch gut auf dem Asphalt erkennen. In der nächsten Woche sollen die Reste aber verschwinden. Eine neue Markierung wird dann näher am Einmündungsbereich mit einer Schablone aufgetragen. Foto: Daniel Salmon

»Die Farbe ist bereits abgeschält worden«, sagt Petra Scholz, Pressesprecherin des Kreises Herford auf Anfrage. Ein Termin vor Ort zeigt: Die Stop-Markierung, die vor knapp einem Monat für reichlich Gesprächsstoff in dem Kirchlengeraner Ortsteil gesorgt hatte, ist trotzdem recht gut zu erkennen. Denn nun ist sie nicht mehr heller, sondern dunkler als der Rest der Fahrbahn.

Erster Versuch wenig professionell

Im Kirchlengeraner Rathaus hatten sich zahlreiche Bürger über die misslungene Markierung beschwert.

Im Kirchlengeraner Rathaus hatten sich zahlreiche Bürger über die misslungene Markierung beschwert. Foto: Salmon

»Da kommt noch so genannte Schlämme drauf. Das ist ganz feines Material, das die raue Fläche auch wieder eben macht«, so die Kreissprecherin weiter. Wahrscheinlich in der kommenden, spätestens in der übernächsten Woche soll dann der Schriftzug erneuert werden. Dieser soll sich dann auch etwas näher an der Einmündung zur Stiftstraße befinden. »Dieses Mal werden die Arbeiter dafür aber eine Schablone verwenden. Das wird jetzt professionell gemacht«, versichert Petra Scholz.

Denn wirklich wenig professionell war der erste Versuch des Aufbringens der Markierung ausgefallen. Ein Anlieger war auf die misslungene Markierung aufmerksam geworden, hatte Bilder davon in eine lokale Facebook-Gruppe gestellt. In seinem Beitrag schildert er, wie er am Muttertag zwei junge Männer beim Auftragen der Farbe auf die Fahrbahn beobachtet hat. »Eine Verschönerung der Straße ist es mit Sicherheit nicht. Hätten meine Tochter und ich besser hinbekommen«, kommentierte er.

Die Nachbesserung kommt bald

In den Tagen danach hatten sich mehrere Kirchlengeraner bei der Gemeindeverwaltung gemeldet und sich über die misslungene Markierung aufgeregt. Vom Rathaus aus informierte man den Kreis Herford, der als Straßenbaulastträger für den Bereich nach der Sanierung der Stiftstraße zuständig war.

Im Kreishaus wurde zunächst geprüft, ob Unbekannte das Markierungs-Malheur verursacht hatten. Schließlich kam heraus, dass Mitarbeiter eines von der zuständigen Straßenbaufirma beauftragten Subunternehmers für den Pfusch verantwortlich waren. Die Kreisverwaltung verlangte eine Nachbesserung, die nun – hoffentlich – auch bald kommen soll.

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