Christian Bobka und Frank Knickmeier leiten CDU-Fraktion in Kirchlengern
Doppelspitze folgt auf Kaase

Kirchlengern (WB). Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Kirchlengern hat eine neue Doppelspitze: Seit dem 1. Mai sind Christian Bobka und Frank Knickmeier offiziell im Amt und lösen damit Detlef Kaase ab. Birte Rögner als Vize komplettiert das neue Führungsteam. Kaase hatte seinen Posten nach 25 Jahren zur Verfügung gestellt.

Dienstag, 07.05.2019, 11:40 Uhr
Frank Knickmeier, Birte Rögner und Christian Bobka (von links ) wollen die CDU-Fraktion im Kirchlengeraner Gemeinderat als Team in die Zukunft führen – und so Kirchlengern als bürgerfreundliche Kommune erhalten. Foto: Raphael Steffen

Dass ihm ein Duo nachfolgte, ist übrigens kein Novum: Wie sich einige noch erinnern können, führte Kaase die Fraktion schon vor 25 Jahren ursprünglich im Verbund mit Christa Bökelmann.

Bobka und Knickmeier wollen sich die Arbeit gleichberechtigt teilen. »Der Vorsitz ist mit viel Arbeit verbunden«, begründet Bobka die Konstruktion. Da beide berufstätig sind – Bobka ist Hauptkommissar bei der Kripo in Herford, Knickmeier technischer Betriebswirt in Lübbecke – und einen vollen Terminkalender haben, haben sie sich auf eine enge Kooperation verständigt. Gemeinsam mit Rögner wollen sie sich bei regelmäßigen Treffen über die Fraktionsarbeit austauschen.

Neuwahl als »Generationewechsel«

Knickmeier bezeichnet die Neuwahl als einen Generationenwechsel, mit dem man neue Pfade einschlagen wolle. Der 43-Jährige will vor allem die Kommunikation mit den Bürgern verbessern. »Wir wollen uns auch während der Legislaturperiode häufiger blicken lassen und mit Infoständen Präsenz zeigen«, kündigt er an. Außerdem sollen verstärkt Internet und soziale Medien genutzt werden: »Da ist die Hemmschwelle, sich zu beteiligen, nicht so hoch wie beispielsweise bei Gesprächsabenden«, so Rögner. Alle drei erklären, Kirchlengern als bürger- und familienfreundliche Kommune sowie als Wirtschaftsstandort erhalten zu wollen.

Zu den derzeit in der Gemeinde heiß diskutierten Themen – Sanierung des Aqua Fun, Höhe der Straßenausbaubeiträge – mahnen sie eine »vernünftige Lösungen« an. So glaubt Knickmeier nicht, dass eine Abschaffung der Beiträge gerecht gegenüber denen sei, die in der Vergangenheit zahlen mussten. Bobka pflichtet bei: »Es ist grundsätzlich immer zu begrüßen, wenn Bürger weniger zu bezahlen haben. Aber es ist kein einfaches Thema. Es wäre nicht gut, wenn es am Ende nach Haushaltslage geht.«

Gegen Ratsbürgerentscheid

Den von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) angestrebten Ratsbürgerentscheid zum Aqua Fun lehnt Rögner ab: »Es gibt keinen neuen Sachstand, keine neue Erkenntnis.« Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, betont Bobka. Über diese und viele andere Fragen werden sie in Zukunft mit den anderen Ratsfraktionen und interessierten Bürgern viel zu diskutieren haben. Bobka: »Kommt gerne in die nächste Fraktionssitzung. Wir sind auf alle Meinungen gespannt.«

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