Schulausschuss votiert einstimmig für Medienentwicklungsplan Digitaler Aufbruch

Kirchlengern  (WB). Ganz im Zeichen der Digitalisierung steht der Medienentwicklungsplan für Schulen in der Gemeinde Kirchlengern. Der digitale Aufbruch soll mit Mitteln aus dem NRW-Förderprogramm »Gute Schule 2020« gefördert werden.

Von Hilko Raske
Eine Digitalisierung der Schulen sieht der Medienentwicklungsplan der Gemeinde Kirchlengern vor, der nun im Schulausschuss beraten wurde. Finanziert wird das Vorhaben mit Mitteln aus dem NRW-Förderprogramm »Gute Schule 2020«
Eine Digitalisierung der Schulen sieht der Medienentwicklungsplan der Gemeinde Kirchlengern vor, der nun im Schulausschuss beraten wurde. Finanziert wird das Vorhaben mit Mitteln aus dem NRW-Förderprogramm »Gute Schule 2020« Foto: dpa

Insgesamt 500.000 Euro an Landesmitteln stehen zur Verfügung, die in vier Teilbeträgen zu je 125.000 Euro abgerufen werden können. Doch wie soll dieses Geld genutzt werden? Die Verwaltung hat sich darüber mit den Schulen abgestimmt. Dabei wurde sie von zwei Medienberatern des Kreises Herford unterstützt. Das Ziel: ein für alle Schulformen in der Gemeinde gemeinsames und tragfähiges Konzept zu erstellen. Allerdings habe man dabei zwischen Grundschulen und der Gesamtschule differenziert, erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Michael Höke.

Nicht jeder Schüler bekommt ein Tablet

In allen Schulen soll künftig als mobiles digitales Endgerät ein iPad der neuen sechsten Generation für Schüler und Lehrer eingesetzt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Schüler ein iPad erhalten werde, so Höke. Vielmehr soll eine »Grundversorgung« gewährleistet werden. Wichtig sei es, dass jeder Lehrer mit einem iPad ausgestattet werde. Das setzte voraus, dass die Lehrkräfte im Umgang mit diesen Geräten geschult würden, damit sie das Wissen an die Kinder weitergeben könnten.

Zur Präsentation von Lehrinhalten sollten für die Grundschulen sogenannte passive Großdisplays mit einer Bildschirmdiagonalen von 165 Zentimetern angeschafft werden. »Für Stift Quernheim sind vier dieser Geräte vorgesehen, für den Grundschulverbund Elseaue fünf.« Die Großdisplays sollten durch die iPads drahtlos angesteuert werden.

Digitale Tafeln

Eine andere Richtung will man in der Gesamtschule einschlagen. Dort hat man sich für den Einsatz von interaktiven Großdisplays entschieden, die auch unter der Bezeichnung »digitale Tafel« bekannt sind. So sollen 2020 zwölf dieser Tafeln für 72.000 Euro angeschafft werden.

Höke wies die Ausschussmitglieder darauf hin, dass die jetzt aktuellen iPads in fünf Jahren praktisch veraltet sein würden. Da die Förderung 2020 auslaufe, stelle sich somit die Frage, wie die Nachfolgegeräte finanziert werden sollten. Es gebe Überlegungen, diese zu leasen oder es für Eltern kostenpflichtig werden zu lassen. Letzteres kam bei den Ausschussmitgliedern nicht gut kann. Für den Medienentwicklungsplan als solchen sprach sich der Ausschuss aber einstimmig aus.

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