Gemeinde Kirchlengern verlängert Frist für Betreiber Rüdiger Dröge Minigolfplatz im Espelpark: Rückbau ausgesetzt

Kirchlengern/Bünde (WB). Besteht doch noch Hoffnung für den Erhalt des Minigolfplatzes in Kirchlengern? Zumindest will Betreiber Rüdiger Dröge nun doch von einer Fristverlängerung der Gemeindeverwaltung für den vertraglich geforderten Rückbau der Anlage Gebrauch machen. Dieser hätte eigentlich bis zum 30. April erfolgen müssen.

Von Daniel Salmon
Möglicherweise kann die Minigolfanlage im Espelpark doch erhalten bleiben.
Möglicherweise kann die Minigolfanlage im Espelpark doch erhalten bleiben. Foto: Salmon

»Das Schreiben der Verwaltung ist zwar schon vor Ostern abgeschickt worden, erhalten habe ich es aber erst im Laufe des Dienstag«, so Dröge gegenüber dieser Zeitung. Damit ergebe sich für den 57-Jährigen ein neuer Stand der Dinge.

Pachtvertrag war gekündigt worden

Wie berichtet , hatte die Gemeinde den Pachtvertrag für das Gelände am Espelpark außerordentlich gekündigt. Lokalpolitik und Gemeindeverwaltung hatten Dröge den Vorschlag unterbreitet, den Minigolfplatz der Kommune als Sachspende zukommen zu lassen, um so die Anlage gegebenenfalls erhalten zu können. Dafür müsste allerdings ein vereidigter Sachverständiger ein Wertgutachten erstellen. Das wäre laut Dröges Auskunft innerhalb der Frist bis zum 30. April nicht möglich gewesen. Nun aber teilt die Gemeindeverwaltung mit: »Soweit sich hierdurch eine Perspektive zum Fortbestehen der Minigolfanlage ergibt, soll der Ablauf der Kündigungsfrist zum 30. April hierfür kein Hindernis sein.« Daher bietet die Gemeinde Dröge an, die vertraglich festgehaltene Rückbauverpflichtung »bis zur abschließenden Entscheidung über die Zukunft der Minigolfanlage auszusetzen«.

Verhandlungen mit Ennigloh Aktiv gehen weiter

Und dieses Angebot will der 57-Jährige nun nutzen und bis Juni ein entsprechendes Wertgutachten erstellen lassen. »Natürlich würde ich mir wünschen, dass es auf diesem Weg doch noch zu einer Lösung für den Fortbestand des Platzes kommt«, sagt Dröge. Gleichwohl will er weiterhin mit dem Verein Ennigloh Aktiv in Verhandlungen über den Ankauf der vollausgestatteten Blockhütte auf dem Platz im Espelpark treten. Die Bünder hatten Interesse bekundet, da das Häuschen ihrer eigenen Minigolf-Anlage im Ennigloher Dustholz ersetzt werden soll. Außerdem will Dröge zumindest die Planungen für einen zügigen Rückbau des Platzes für den Fall aufrechterhalten, dass es im Frühsommer doch nicht zu einer Einigung kommen sollte: »Damit kann ich dann ja nicht erst in einigen Monaten anfangen«, so der Unternehmer.

Bei der Gemeinde wird die Annahme des Angebots indes wohlwollend zur Kenntnis genommen. »Ich würde mich freuen, wenn letztlich doch noch eine für die Gemeinde wirtschaftliche Lösung erreichbar wäre, die zum Fortbestand der Minigolf-Anlage führt«, teilt Bürgermeister Rüdiger Meier mit.

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