Betreiber der Minigolfanlage Kirchlengern vermisst Unterstützung Droht der Abriss?

Kirchlengern   (WB). Droht der Abriss der Minigolfanlage am Aqua Fun in Kirchlengern? Diese Vermutung äußert Platzbetreiber Rüdiger Dröger. Er hatte den Betrieb zum 30. Juni dieses Jahres aus finanziellen Gründen eingestellt.

Von Hilko Raske
Rüdiger Dröge ist Betreiber der Minigolfanlage in Kirchlengern. Aus finanziellen Gründen hat er die Anlage zum 30. Juni dieses Jahres geschlossen.
Rüdiger Dröge ist Betreiber der Minigolfanlage in Kirchlengern. Aus finanziellen Gründen hat er die Anlage zum 30. Juni dieses Jahres geschlossen. Foto: Thomas Klüter

»Zur Zeit suchen wir nach Konzepten und Lösungen für den Erhalt und weiteren Betrieb der Minigolfanlage«, sagt Dröge. Allerdings müsse auch sichergestellt sein, dass der Betrieb und Unterhalt auf wirtschaftlich gesunder Basis läuft. »Dieses erweist sich vor dem Hintergrund von Mindestlohn für unser Personal, Wetterabhängigkeit und Besuchersucherzahlen leider schwieriger als erwartet.«

Keine Hoffnung auf Unterstützung durch Gemeinde

Auf Unterstützung der Gemeindevertreter dürfe man nach dem derzeitigen Stand nicht hoffen, so Dröge. »Der Vorschlag für einen jährlichen finanziellen Ausgleich oder Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro ist von der Gemeinde abgelehnt worden.« Dies sei sicherlich auch der geltenden Rechtslage geschuldet, die keine Subventionierung durch Steuergelder zulässt.

Die Gemeinde sei zwar Eigentümer beziehungsweise Verpächter des Geländes, die Anlage werde jedoch von privater Hand geführt. Auch eine angebotene Übernahme der Anlage zu einem Kaufpreis in Höhe von 80.000 Euro habe kein Interesse gefunden, sagt Dröge. »Die Prioritäten sind wohl derzeit anders gelagert.«

Rückbau der Anlage befürchtet

Da die Minigolfanlage der Öffentlichkeit zurzeit nicht zur Verfügung stehe, sei vielmehr zu befürchten, dass der Rückbau der Anlage eingefordert werde. »Das wurde leider auch schon in einen Gespräch mit den Gemeindevertretern angedeutet.« Seine Vermutung: Soll hier Platz für Baumaterial oder Parkplätze für den geplanten Neubau des Aqua Fun geschaffen werden? »Das heißt aber auch, dass eine Investition von 156.000 Euro aus privater Hand in den Sand gesetzt wurde«, sagt Dröge.

Bürgermeister Rüdiger Meier weist die Vermutung von Rüdiger Dröge zurück. »Es gibt derzeit keine Planspiele über das Gelände, auf dem sich die Minigolfanlage befindet.« Er persönlich bedaure es sehr, dass die Anlage nicht weiterbetrieben wird. »Unter den momentanen Rahmenbedingungen ist ein finanzielles Engagement der Gemeinde aber nicht vorstellbar.« Richtig sei, dass die Anlage zurückgebaut werden müsse, wenn sie nicht betrieben werde. »Das ist im Pachtvertrag festhalten. Dabei handelt es sich aber um einen ganz normalen Geschäftsvorgang.« Wo im Bereich des Freizeitbades Aqua Fun Parkplätze entstehen könnten, könne man sowieso erst sagen, wenn die Planung für dieses Projekt vorliegen würde, betont Meier.

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