Zwölf Mädchen und Jungen kraxeln im Camp der offenen Jugendarbeit Kirchlengern Hoch hinaus im Kletterwald

Kirchlengern (WB). Doppelseile, Prusikknoten, HMS-Karabiner, Helm und Klettergurt. Es ging technisch zu im Kletterwald der offenen Jugendarbeit auf dem Gelände der Gesamtschule Kirchlengern. Zwölf Jugendliche lernten da eine Woche Klettern, Sicherheit und Teamwork.

Von Thomas Klüter
Der Spaß stand ganz oben bei Teilnehmern und Organisatoren. Mindestens genauso wichtig war aber die Sicherheit. Mira (vorn) wurde von Fia und Carolin, den Mitgliedern ihres Dreier-Teams, gesichert. Marie-Christin Oehler (hinten Mitte) achtete darauf, dass alles in Ordnung ist
Der Spaß stand ganz oben bei Teilnehmern und Organisatoren. Mindestens genauso wichtig war aber die Sicherheit. Mira (vorn) wurde von Fia und Carolin, den Mitgliedern ihres Dreier-Teams, gesichert. Marie-Christin Oehler (hinten Mitte) achtete darauf, dass alles in Ordnung ist Foto: Thomas Klüter

Vor allem hatten die Jugendlichen ab zwölf Jahren aber Spaß an der Herausforderung. »Der Monkey-Baum war das Schwierigste und hat richtig Spaß gemacht«, sagte Mia. In einem Dreier-Team zusammen mit der zwölfjährigen Fia und der elfjährigen Carolin tastete sich die 15-Jährige nach und nach an die verschiedenen Herausforderungen heran. Eine Slackline zum Balancieren war da zwischen zwei Bäume gespannt, eine Kletterschlange, also mit Klettergriffen versehene Holzbalken, hingen senkrecht von einer riesigen Buche herab, eine Strickleiter mit Platz für nur einen Fuß führte in das Blätterdach und der Monkey-Baum, bei dem Klettergriffe mit Gurten an einem Baum befestigt waren, führte sogar an einem überhängenden Stamm in die Höhe.

»Sehr viele Erfolgserlebnisse in kurzer Zeit«

»Klettern ist eine Herausforderung, bei der die Kinder in kurzer Zeit sehr viele Erfolgsmomente erleben«, sagt Erika Nauhart. »Das ist gut für die Entwicklung des Selbstbewusstseins.« Die Jugendpflegerin, die das Projekt jetzt zusammen mit ihrer Kollegin Marie-Christin Oehler und mehreren Erlebnispädagogen auf die Beine stellte, hatte vor zehn Jahren die Idee zum Kletterwald. »Ich habe das Projekt damals mit Johannes Ridderbusch erarbeitet.« Der frühere Leiter der offenen Jugendarbeit ist eigentlich im Ruhestand, beim Kletterwald beteiligt er sich aber ehrenamtlich bis heute. »Johannes kennt sich aus mit den Sicherheitstechniken und hat immer noch Spaß daran«, so Nauhart.

Parcours führt bis auf 13 Meter Höhe

Richtig Spaß hatten auch die Teilnehmer. Jeden Tag bauten die Verantwortlichen eine weitere Station auf. Getränkekistenstapeln kam dazu, ein Kletterparcours direkt im Baum bis auf 13 Meter Höhe und am letzten Tag eine riesige Schaukel in der Sporthalle der Gesamtschule. Alle Aktivitäten natürlich gesichert mit Seil, Gurt und Helm. Die Ausrüstung für die Sicherheit habe die Gemeinde Kirchlengern im Laufe der Jahre angeschafft, so Nauhart.

Die Pädagogin freute sich besonders über den Teamgeist unter den Jugendlichen. »Die Teilnehmer waren eigentlich in Dreier-Teams eingeteilt, um sich gegenseitig zu sichern«, sagte Nauhart. »Es haben sich aber alle gegenseitig geholfen und Tipps gegeben.«

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