Verkehrssicherheit vor allem für junge Radler soll erhöht werden Lübbecker Straße: Tempo 30 denkbar

Kirchlengern (WB). Einen Radweg entlang der Lübbecker Straße zwischen Paukskamp und der Kreuzung mit der Elsestraße wird es vorerst nicht geben. Der Planungsausschuss votierte gegen den Antrag eines Bürgers. Denkbar sei aber ein Tempo 30-Limit auf einem Teil der Strecke.

Von Daniel Salmon
Die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Straßen udn Verkehr haben die Verwaltung damit beauftragt, beim Straßenverkehrsamt einen Antrag auf Ausweitung des Tempo-30-Bereichs an der Kirchlengeraner Grundschule zu stellen.
Die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Straßen udn Verkehr haben die Verwaltung damit beauftragt, beim Straßenverkehrsamt einen Antrag auf Ausweitung des Tempo-30-Bereichs an der Kirchlengeraner Grundschule zu stellen. Foto: Daniel Salmon

Gestellt hatte den Antrag der Kirchlengeraner Bernd Köhler. In seinem Schreiben an die Verwaltung hatte der Anlieger der Hüllerstraße darauf hingewiesen, dass »der vorhandene Radweg auf der Lübbecker Straße (beginnend an der Heidestraße)« unvermittelt in Höhe Paukskamp ende. Köhler betonte: »Die Lübbecker Straße wird zwischen der Einmündung In der Mark und der Kreuzung Elsestraße als Schulweg benutzt.« Und zwar von allen Kindern, die aus Kirchlengern zur Gesamtschule und aus Häver zur Grundschule fahren. Der Antragsteller bemängelte zudem, dass die jetzigen Markierungen auf den Bürgersteigen mangelhaft seien, zudem parkten entlang der Strecke beidseitig Autos. »Ein sicheres Fahrradfahren ist hier nicht möglich. Die Straßenfurten stellen ein hohes Unfallrisiko dar«, so Köhler.

Zwar stieß er mit seiner Anregung auch auf Verständnis bei der Gemeindeverwaltung. Karl-Heinz Saße, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Rathaus der Gemeinde, räumte während der Sitzung des Gremiums am Mittwochabend ein: »Das was Herr Köhler gefordert hat, ist von der Situation her durchaus nachvollziehbar.« Allerdings gestalte sich das Anlegen eines Radwegs in dem von Köhler genannten Bereich schwierig. Machbar sei solch ein Vorhaben nach Meinung der Verwaltung allerdings nur im Rahmen einer kompletten Umgestaltung der Lübbecker Straße. Diese sei allerdings nicht zuletzt wegen der geplanten Bahnunterführung zurückgestellt worden.

Gleichzeitig sei ein Radschutzstreifen aufgrund des in diesem Abschnitt der Lübbecker Straße gegebenen Parkdrucks ebenfalls nicht realisierbar. Saße: »Es verdeutlicht aber auch das von Herrn Köhler richtigerweise beschriebene Konfliktpotenzial zwischen Kfz- und Radverkehr.«

Nicht zuletzt deshalb hatte die Gemeindeverwaltung auch einen Ortstermin mit Vertretern von Polizei und Straßenverkehrsamt anberaumt und verschiedene Möglichkeiten zur Entschärfung der Situation diskutiert. Unter anderem habe das Straßenverkehrsamt daraufhin in einer Stellungnahme formuliert, dass auch eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Kernbereich von Schulen oder Senioreneinrichtungen in Betracht komme, insofern alle anderen Möglichkeiten ausscheiden.

Die Verwaltung schlug den Mitgliedern des Planungsausschusses daher vor, eine Ausweitung des vor der Grundschule bereits bestehenden Tempo 30-Bereichs auf die gesamte Strecke zwischen Fiemerstraße und Spradower beim Straßenverkehrsamt zu beantragen. Zudem soll s aus Richtung Norden vor der Einmündung zum Spradower Weg eine Radfahrerfurt zur sichtbaren gesicherten Führung der Radfahrer vom Radweg auf die Lübbecker Straße markiert werden. Bei nur einer Enthaltung stimmten alle Ausschussmitglieder für den Beschlussvorschlag.

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