Löschzug Eilshausen hat 2020 viel zu tun – Hausexplosion bleibt besonders in Erinnerung
An jedem zweiten Tag ein Einsatz

Hiddenhausen (WB) -

Der Löschzug Eilshausen war im vergangenen Jahr erneut stark gefordert. Die Ehrenamtlichen wurden rein statistisch gesehen an jedem zweiten Tag alarmiert. Trotz Corona-Krise war der Brandschutz in der Gemeinde zu jeder Zeit sichergestellt.

Donnerstag, 01.04.2021, 00:00 Uhr
In Hiddenhausen-Eilshausen stand 2020 ein Zweifamilienhaus in Flammen. Beide Löschzüge übernahmen die Brandbekämpfung.

Allerdings sind zahlreiche Ausbildungsveranstaltungen ausgefallen. „Das müssen wir nach der Pandemie schnell wieder aufholen“, meinte Feuerwehrchef Bernd Gante, der den Jahresrückblick digital vorstellte.

192 Mal wurde der Löschzug Eilshausen 2020 um Hilfe gerufen. „Das ist eine Steigerung um 23 Einsätze gegenüber 2019“, erklärte Gante. Zwei Großfeuer, 25 Kleinbrände, 18 Wasser- und Sturmschäden, aber auch 40 Insekteneinsätze hatte der Gemeindebrandinspektor unter anderem in der Statistik aufgeführt.

Die verheerende Hausexplosion in Oetinghausen , bei der im April zwei Menschen starben, überschattete das Einsatzgeschehen. „Das waren schreckliche Bilder, die man nicht vergisst“, sagte Gante. In 33 Fällen leistete der Löschzug überörtliche Hilfe. So wurden die Aktiven Anfang Dezember zur Verstärkung nach Löhne-Obernbeck gerufen, wo eine Tennishalle brannte.

Der Löschzug Eilshausen leistet 33 Mal überörtliche Hilfe. Dazu zählte das Großfeuer in einer Möbelhalle in Falkendiek.

Der Löschzug Eilshausen leistet 33 Mal überörtliche Hilfe. Dazu zählte das Großfeuer in einer Möbelhalle in Falkendiek.

Nur wenige Tage später unterstützten sie die Löscharbeiten in Herford-Falkendiek, wo ein Großbrand in der Lagerhalle einer Möbelhandelsfirma wütete. Eine weitere Aufgabe übernimmt der Löschzug Eilshausen bereits seit vielen Jahren: Die Ehrenamtlichen besetzen die Sonderfahrzeuge der benachbarten Kreisfeuerwehrzentrale während der Nachtstunden. Im Jahr 2020 war das 19 Mal der Fall.

Über die Zahl der Einsatzstunden, die von den 65 Aktiven insgesamt ehrenamtlich geleistet wurden, hat der Löschzugführer genau Buch geführt. Am Ende hätten sich exakt 3.356,5 Stunden ergeben (2019: 2.534 Stunden).

Um im Notfall bestmögliche Hilfe leisten zu können, müssen die Wehrleute gut vorbereitet sein. Trotz Corona-Krise habe man versucht, den Übungs- und Ausbildungsbetrieb auf Standortebene weiter aufrechtzuerhalten. „Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, wurden von Juni bis Oktober 33 Kleingruppendienste durchgeführt“, erläuterte Gante.

Den Aktiven sei zudem über das Internet Material zum Selbstlernen zur Verfügung gestellt worden. Gemeinsam mit den Feuerwehren Herford und Vlotho wurde im Sommer ein Modullehrgang organisiert. Im Verlaufe der mehrwöchigen Schulungen wurde den Feuerwehrneulingen das nötige Grundwissen in Theorie und Praxis vermittelt.

Antonia Neumann, Ken Flemming, Moritz Kampschulte, Laura Reeck und Dominik Zdonek sowie Allan Siek und Anna Lena Stork nahmen vom Löschzug Eilshausen mit Erfolg daran teil. Seit Ende Oktober ruht der praktische Übungs- und Ausbildungsbetrieb erneut – und ein Ende ist nicht abzusehen.

Gemeindebrandmeister Bernd Gante stellte den Jahresbericht vor.

Gemeindebrandmeister Bernd Gante stellte den Jahresbericht vor.

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