Löschzug Schweicheln-Bermbeck trifft sich online zur Hauptversammlung
Ein Jahr mit schweren Unglücken

Hiddenhausen (WB) -

Auf einige Großeinsätze und unzählige Übungsstunden im vergangenen Feuerwehrjahr haben jetzt die Aktiven und ehemals Aktiven des Löschzugs Schweicheln-Bermbeck zurück geblickt. Die Jahreshauptversammlung fand wegen der Corona-Pandemie als Internet-Videokonferenz am heimischen Computer statt.

Dienstag, 02.02.2021, 16:14 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 16:16 Uhr
Mehrere Großeinsätze, wie der Brand der ehemaligen Kitty Bar an der Herforder Straße, haben 2020 zu vielen Einsatzstunden geführt. Foto: Christian Müller

 

35 Feuerwehrleute, darunter Wehrführer Mario Daume, hatten sich zugeschaltet. Der Feuerwehrchef bedankte sich bei der Mannschaft für ihre große Disziplin in einer nicht gerade einfachen Zeit. „Dadurch konnte die Einsatzbereitschaft in vollem Umfang sichergestellt werden.“

Training war im vergangenen Jahr nur unter erschwerten Bedingungen möglich. „Ab Ende März fanden die Übungsdienste zunächst über das Internet statt, im Sommer wurde in Kleingruppen geübt und seit der zweiten Infektionswelle läuft wieder alles online“, schilderte Löschzugführer Torge Brüning.

107 Mal rückte der Löschzug im Jahr 2020 aus (2019: 85). Schriftführerin Cathrin Meyer erinnerte an die speziellen, aber auch schlimmen Einsätze, darunter das schwere Explosionsunglück in Oetinghausen , bei dem im April zwei Menschen starben. Nur 13 Tage später stand im benachbarten Eilshausen der Dachstuhl eines Wohnhauses in Flammen und Ende Juni brannten am Schweichelner Bahnhof zwei Autos . Meyer schilderte die gefährlichen Löscharbeiten mit dem Schnellangriff und einem Schaumrohr: „Plötzlich explodierte der Fahrerairbag des Mercedes!“ Glücklicherweise sei niemand verletzt worden. Im November zerstörte ein weiterer Großbrand die ehemalige Kitty-Bar an der B239. Die Schriftführerin erinnerte an die Probleme mit der Löschwasserversorgung. „Ein Unterflurhydrant musste erst mühsam ausgebuddelt werden und lieferte schließlich kein Wasser.“

Von den 50 Aktiven des Löschzugs seien im vergangenen Jahr fast 2.100 Einsatzstunden geleistet worden, sagte Torge Brüning. Die Steigerung gegenüber 2019 (1.360 Stunden) sei vor allem auf die zeitintensiven Großeinsätze zurückzuführen gewesen. Personelle Sorgen hat der Löschzug zurzeit nicht. Yannick Niemeyer ist im vergangenen Jahr aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übergetreten, während mit Felix Beckmann, Chiara Fischer, Luca Grochmann und Max Pampel vier 17-Jährige Schnupperdienste leisteten. Die unzureichende räumliche Situation im alten Gerätehaus wird bald der Vergangenheit angehören; die Bauarbeiten für das neue Domizil an der Bahnhofstraße laufen bereits.

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