Landrat fordert besseren Informationsfluss zu den geplanten verschärften Schutzmaßnahmen
Kreis Herford meldet sieben weitere Corona-Tote

Herford (HK) -

Am Dienstag wurden bereits neun Corona-Todesfälle im Kreis Herford gemeldet, am Mittwoch sind sieben weitere hinzu gekommen. Es handelt sich um eine 63-jährige Frau aus Spenge, zwei Bewohnerinnen aus einem Altenheim in Hiddenhausen (84 und 96), zwei 80-Jährige aus Herford sowie eine 94-Jährige und einen 80-Jährigen aus Bünde.

Mittwoch, 06.01.2021, 15:53 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 15:56 Uhr
Diese Graphik zeigt die aktuellen Corona-Fallzahlen im Kreis Herford und die Verteilung der Infektionen und Todesfälle auf die einzelnen Städte und Gemeinden Foto: Kreis Herford

Damit sind seit Anfang Dezember im Kreis Herford 35 Corona-Todesfälle zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie stieg auf 72. Landrat Jürgen Müller nennt die Situation „bedrückend“ und sprach allen Angehörigen seine Anteilnahme aus. Jeder Todesfall sei einer zu viel.

Zusammen mit den sieben Todesfällen wurden auch 86 neue Corona-Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 170,4. Aktuell gibt es im Kreis Herford 679 bestätigte Covid19-Fälle. Die infizierten Personen verteilen sich auf Herford (208), Hiddenhausen (71), Bünde (106), Kirchlengern (27), Rödinghausen (37), Enger (32), Spenge (44), Vlotho (24) und Löhne (130).

In den Krankenhäusern werden derzeit 81 Patienten mit einer Covid19-Infektion stationär behandelt (davon 71 aus dem Kreis Herford). 12 Patienten brauchen eine intensivmedizinische Betreuung, 10 davon sind beatmungspflichtig. Von den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe sind derzeit 24 betroffen. Insgesamt sind 80 Bewohner/Patienten und 34 Beschäftigte infiziert. 25 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Zum verlängerten Lockdown sagte der Landrat, dieser sei zu erwarten gewesen. So hart es für das Allgemeinwohl auch sei, könne er diese Entscheidung verstehen und teile sie auch. Gleichzeitig forderte er aber auch mit Nachdruck eine ausführliche Rückmeldung vom Land NRW mit entsprechenden rechtlichen Regelungen zu den teilweise neuen Regeln (Stichwort: Bewegungsradius).

„Ich kann verstehen, dass viele deshalb beunruhigt, besorgt oder auch verärgert sind“, sagte Müller. Bei derart einschneidenden Maßnahmen brauche es handfeste und nachvollziehbare Grundlagen, um handeln und kompetent informieren zu können.

„Ob die geplanten Maßnahmen richtig sind und ob und wie sie im Kreis Herford kontrolliert oder bei Missachtung geahndet werden, wird die Zeit zeigen. Mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern im Kreis werde ich mich deshalb eingehend beraten, wie und in welchem Ausmaß wir den Vorgaben der neuen angekündigten Schutzmaßnahmen nachkommen können“, sagte Müller

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