Kreisgesundheitsamt Herford informiert über neun weitere Corona-Todesfälle
Landrat: „Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch“

Kreis Herford (WB) -

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind zwischen dem 20. Dezember und 3. Januar neun weitere Menschen im Kreis Herford verstorben. Wie das Kreisgesundheitsamt jetzt mitgeteilt hat, handelt es sich um einen 87-Jährigen aus Enger, einen 75 Jahre alten Mann und einen 92-Jährigen aus Herford, eine 93-jährige Frau aus einem Altenheim in Hiddenhausen, eine 85-jährige Frau und einen 59-jährigen Mann aus Hiddenhausen, einen 84 Jahre alten Mann und einen 89-Jährigen aus Löhne sowie um einen 66 Jahre alten Mann aus Rödinghausen.

Dienstag, 05.01.2021, 14:42 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 19:54 Uhr
So verteilen sich die aktuellen Infektionsfälle auf das Kreisgebiet. Foto: Kreis Herford

„Dieser Anstieg der Todesfälle ist erschreckend, denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch, das dürfen wir nicht vergessen. Allen Angehörigen der Verstorbenen gilt mein tiefes Mitgefühl“, hebt Landrat Jürgen Müller hervor. Insgesamt gibt es 65 Todesfälle im Kreis Herford, davon sind 57 Menschen an Corona und acht mit Corona gestorben.

Zudem bestätigt der Kreis die Meldung des LZG zu neuen Corona-Infektionen im Kreisgebiet . Seit Montag sind 70 neue Fälle bestätigt worden. Die Kreisverwaltung zählt 4.825 Personen als genesen und kreisweit 688 akute Infektionen. Bislang haben sich im Kreisgebiet 5.578 Menschen infiziert.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (218), Spenge (32), Bünde (111), Löhne (135), Vlotho (24), Enger (33), Rödinghausen (29), Hiddenhausen (76) und Kirchlengern (30).

Schützen Sie in Ihrem Umfeld vor allem Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko und meiden Sie nicht notwendige Kontakte.

Der Herforder Landrat Jürgen Müller (SPD)

Dass der Inzidenzwert und die Fallzahlen wieder steigen, bezeichnet die Kreisverwaltung als „erwartet“. Jürgen Müller: „Mit einer Inzidenz von 171,2 haben wir im Kreis Herford den dritthöchsten Inzidenzwert unter den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Es zeigt sich, dass die strengeren Schutzmaßnahmen auch weiterhin ihre Daseins-Berechtigung haben, besonders wenn ich die besorgniserregenden Situationen in unseren Krankenhäusern und Altenheimen betrachte. Ich bitte Sie erneut um eine gemeinsame Sorge und das notwendige Miteinander in der Gesellschaft. Schützen Sie in Ihrem Umfeld vor allem Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko und meiden Sie nicht notwendige Kontakte.“

Zurzeit gäbe es im Kreis Herford keine Cluster, sondern es herrsche „nach wie vor ein diffuses Ausbruchsgeschehen“, teilt die Verwaltung weiter mit. 36 Prozent der Infektionen hätten ihren Ursprung im familiären Umfeld. Mit 34 Prozent ähnlich hoch sei die Zahl der Fälle, bei denen der Infektionsursprung unbekannt ist. Elf Prozent der Menschen stecken sich im beruflichen Umfeld an. Es befänden sich lediglich noch drei Reiserückkehrer unter den aktuell bestätigten Corona-Fällen. 1.885 Personen im Kreis Herford sind derzeit in Quarantäne – darunter 1.197 Kontaktpersonen.

In den Krankenhäusern werden 85 Menschen wegen Covid-19 behandelt. 14 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut, zehn davon sind beatmungspflichtig. In 25 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe gibt es aktuell Corona-Infektion: 66 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 32 Beschäftigte sind infiziert. 27 weitere Beschäftigte sind ohne Infektion in Quarantäne.

Derzeit sind im Kreis Herford an 26 von insgesamt 92 Schulen bestätigte Corona-Fälle bekannt. 29 Schülerinnen und Schüler sowie drei Menschen aus dem Schulpersonal haben akute Infektionen. An sieben von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt: Es handelt sich um Infektionen bei sechs Kindern und drei Mitarbeitenden.

Zudem weist der Kreis Herford auf Änderungen in Bezug auf Reisende in und aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika sowie anderen Staaten hin, die als Risikogebiet eingestuft sind: „Innerhalb von 48 Stunden nach Einreise aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika muss den zuständigen Gesundheitsbehörden ein Coronatestergebnis vorgelegt werden. Fünf Tage nach der Einreise aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika muss ein zweiter Test durchgeführt werden. Soweit dieser negativ ausfällt, ist man aus der häuslichen Absonderung entlassen.“ Einreisende aus Risikogebieten müssten sich ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben, wenn sie sich nicht höchstens 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise einem Corona-Test unterzogen haben. „Unterbleibt die Einreisetestung, wird die einzuhaltende Absonderung durch das negative Ergebnis eines später vorgenommenen Tests beendet (Freitestung), der jederzeit nach der Einreise erfolgen kann.“

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