Einrichtung eines Impfzentrum an der Grenze von Enger und Hiddenhausen beschlossen
Kreis Herford: 1700 Impfen pro Tag möglich

Herford (WB) -

Nun ist es offiziell: Der Kreisausschuss hat am Mittwochabend den Aufbau eines Corona-Impfzentrums in Enger einstimmig beschlossen. Der Betrieb könnte bereits Mitte des Monats starten.

Donnerstag, 03.12.2020, 17:32 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 18:16 Uhr
Das Corona-Impfzentrum für den Kreis Herford wird auf dem ehemaligen Gelände des Küchenherstellers Alno beziehungsweise dessen Tochter Wellmann in Enger eingerichtet. Das ist nun vom Kreisausschuss beschlossen worden. Bis zu 1700 pro Tag sollen hier möglich sein. Foto: dpa

Das Impfzentrum wird auf dem ehemaligen Gelände des Küchenherstellers Alno beziehungsweise dessen Tochter Wellmann in Enger eingerichtet. Das Gelände liegt an der Grenze zwischen Enger und Hiddenhausen und somit relativ zentral im Kreisgebiet. Es verfügt über eine gute Verkehrsanbindung, bietet ausreichend Parkplätze und erfüllt darüber hinaus die räumlichen Anforderungen vom Land, um Größe und Strukturen je nach mengenmäßiger Verfügbarkeit eines Impfstoffes und Interesse an einer Impfung anpassen zu können.

Rückwirkend zum 1. Dezember 2020 bis zunächst zum 30. Juni 2021 werden 2700 Quadratmeter des Objekts in Enger vom Kreis Herford angemietet – es kann bis auf 6000 Quadratmeter erweitert werden, eine Option auf Mietverlängerung besteht. Geplant sind sechs Impfstraßen. Diese können, wie per Erlass vom Land gefordert, erweitert werden, so dass dort 1000 bis 1700 Menschen täglich geimpft werden können.

Für die Verimpfung der Impfstoffe gibt es bundesweit einheitliche Planungen. Die Verimpfung soll dabei insbesondere über Impfzentren erfolgen. Die Impfungen vulnerabler Personengruppen in stationären Einrichtungen (z.B. Pflegeeinrichtungen und Altersheime) sollen ergänzend durch mobile Teams erfolgen.

Der Kreis Herford plant den Aufbau des Impfzentrums im engen Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung, die das medizinische Fachpersonal stellt. Der Kreis Herford ist zuständig für die Planung, den Betrieb und die Logistik. Die Kosten für die Einrichtung des Impfzentrums übernehmen der Bund und das Land. Diese fallen beispielsweise für Personal, Logistik und Infrastruktur an.

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