Krisenstabsleiter Markus Altenhöner warnt: „Lage bleibt ernst“
Nur 19 neue Fälle: Inzidenzwert sinkt

Kreis Herford (WB). Der Corona-Inzidenzwert im Kreis Herford sinkt rapide. Vergleichsweise wenige neue Fälle, nämlich 19 im Vergleich zum Vortag, meldet der Kreis Herford am Dienstag.

Dienstag, 10.11.2020, 15:42 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 15:44 Uhr
Die Corona-Karte des Kreises Herford vom Dienstag.

Die Zahl der Genesenen steigt von 1432 auf 1567. Kreisweit gibt es nun 635 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreis 2213 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert sinkt damit von 213,5 auf 180.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (173), Spenge (25), Bünde (155), Löhne (116), Vlotho (20), Enger (41), Rödinghausen (13), Hiddenhausen (37) und Kirchlengern (55). Mehr als 2400 Menschen im Kreis Herford sind derzeit in häuslicher Isolierung. Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt elf bestätigte Todesfälle, wobei neun (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und zwei mit Corona.

Krisenstabsleiter Markus Altenhöner nimmt den derzeit sinkenden Inzidenzwert im Kreisgebiet wahr. Er bezeichnet die Lage jedoch zunächst nur als Momentaufnahme: „Die Lage bleibt ernst, gerade weil wir auch im besonders sensiblen Bereich der Risikogruppen Infizierte haben. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit im Bereich der Alten– und Krankenpflege. Unsere Krankenhäuser bereiten sich auf weitere kritische Patientinnen und Patienten vor.“

Derzeit werden 53 Patienten (davon 24 Patienten mit Wohnsitz im Kreis Herford) mit einer Covid-19-Erkrankung stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden elf Patienten intensivmedizinisch betreut, sieben davon sind beatmungspflichtig.

30 Schulen betroffen

Derzeit sind im Kreis Herford an 30 Schulen bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen von insgesamt 69 Schülern und acht Infektionen beim Schulpersonal. An den Schulen ist das Infektionsgeschehen – jedoch mit nur überwiegend vereinzelten Fällen – aus Sicht der Kreisverwaltung überschaubar. Zum Teil sind direkte Sitznachbarn oder Kontaktpersonen, aber auch Klassenverbände, vereinzelt auch Jahrgänge, in Quarantäne.

Aktuell ist am Grundschulverbund Elseaue in Kirchlengern und Südlengern kein Präsenzunterricht möglich. Nachdem zwei Lehrkräfte infiziert sind, ist das gesamte Kollegium bis zum 20. November in Quarantäne. Sowohl der Distanzunterricht als auch eine Notbetreuung sind jedoch an der Schule sichergestellt. Die etwa 400 Schüler an den zwei Standorten sind von der Gemeinde mit Tablet-PCs ausgestattet worden. An der Schule hatte es eine Besprechung der Lehrkräfte gegeben. Im Rahmen der freiwilligen Testungen der Lehrkräfte sind im Nachhinein zwei Infektionen bekannt geworden.

„Dieser Fall zeigt uns einmal mehr, wie ernst wir alle die Kontaktregeln nehmen müssen und wie schnell sich die Lage ändern kann. Selbst in einem Kollegium, das sich regelmäßig freiwillig testen lässt, können Infektionsfälle aktuell auftreten. Kontaktpersonen müssen dann mitunter, trotz disziplinierter Einhaltung der Hygiene- und Abstandregeln, in Quarantäne gehen,“ erklärt Landrat Jürgen Müller und appelliert: „Wir müssen alle umsichtig sein und derzeit größere Zusammentreffen auf das Nötigste reduzieren – zur Sicherheit aller Mitmenschen, zur Aufrechterhaltung des Schul- und Kitabetriebes, oder aber auch zur Aufrechterhaltung der Firmen, Betriebe oder Behörden.“

Derzeit sind an zwölf Kitas bestätigte Corona-Infektionen bekannt. Hierbei handelt es sich um elf Infektionen bei Kindern sowie um fünf Infektionen beim Kita-Personal.

16 Einrichtungen sind aktuell betroffen. Insgesamt sind 55 Bewohner beziehungsweise Patienten infiziert, hinzu kommen 28 infizierte Beschäftigte. 34 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

 

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