92 neue Fälle –- Inzidenzwert steigt auf 235,5
Zwei weitere Corona-Todesfälle

Kreis Herford (WB). Zwei weitere Menschen aus dem Kreis Herford sind an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilt der Kreis Herford mit.

Freitag, 06.11.2020, 16:25 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 16:32 Uhr
Kreisweit 92 neue bestätigte Corona-Infektionen wurden am Freitag gemeldet.

Bei den Toten handelt es sich um eine 90-jährige und um eine 91-jährige Bewohnerin der Seniorenresidenz Mathilde in Enger. Bereits am Donnerstag war der Tod einer 91-jährigen Heimbewohnerin aus Mennighüffen gemeldet worden. Damit erhöht sich die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreisgebiet auf elf.

Landrat Jürgen Müller spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. „In den Pflegeheimen trifft das Virus leider auf ältere und zum Teil kranke Menschen, die durch eine Infektion besonders gefährdet sind. Ich möchte den Familien und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Wir sind in diesen schweren Zeiten in Gedanken bei ihnen“, so Landrat Jürgen Müller.

„Ich habe großen Respekt vor den Beschäftigten, die in dieser schweren Zeit ebenfalls stark belastet sind. Ihnen und allen Bewohnerinnen und Bewohnern wünsche ich viel Kraft und Zuversicht“, sagte Müller.

Inzidenzwert steigt weiter an

Der Inzidenzwert steigt nicht mehr sprunghaft an – aber er steigt immer noch. Im Vergleich zum Vortag meldet der Kreis Herford 92 nuee Fälle. Der Inzidenzwert, der die Zahl der neuen bestätigten Corona-Infektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner angibt, stieg somit von 228 auf 235,5.

Die Zahl der Genesenen steigt von 1144 auf 1243. Kreisweit gibt es nun 748 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreisgebiet 2002 bestätigte Infektionen bekannt.

27 Menschen aus dem Kreis Herford werden derzeit stationär in Krankenhäusern behandelt. In den drei Krankenhäusern im Kreisgebiet liegen derzeit insgesamt 44 Infizierte, darunter elf in Intensivbetten.

Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patienten aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (242), Spenge (27), Bünde (156), Löhne (136), Vlotho (29), Enger (60), Rödinghausen (17), Hiddenhausen (36) und Kirchlengern (45).

Mehr als 2200 Menschen im Kreis Herford sind derzeit in häuslicher Isolierung. Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt elf Todesfälle, wobei neun (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und zwei mit Corona.

Corona in Schulen und Kitas

An insgesamt 32 Schulen im Kreisgebiet gibt es insgesamt 75 bestätigte Fälle. Darunter sind 70 Schüler sowie fünf Lehrer. An den meisten Schulen ist das Infektionsgeschehen jedoch mit nur vereinzelten Fällen überschaubar. Zum Teil sind direkte Sitznachbarn oder Kontaktpersonen, aber auch Klassenverbände, vereinzelt auch Jahrgänge, in Quarantäne.

An neun Kindertagesstätten sind neun infizierte Kinder und drei Beschäftigte gemeldet.

Neue Teststrategie

Aufgrund der Dynamik der Lage ist die Teststrategie des RKI dahingehend verändert worden, dass nur noch symptomatische Personen getestet werden sollen. Zu diesen Symptomen gehören schwere Atemwegssymptome, eine Störung des Geruchs- und Geschmackssinns oder eine deutliche Verschlechterung nach anhaltendem Atemwegsinfekt.

Auch Kontaktpersonen der Kategorie 1 sollen nur noch im Fall von Symptomen getestet werden. Die Regelungen zur Quarantäne sind von der veränderten Teststrategie unberührt.

Akute Atemwegssymptome jeder Schwere sind auch bei Risikogruppen, einer Tätigkeit im Gesundheitsfachberuf, nach Veranstaltungen mit unzureichender Einhaltung von AHA+L-Regeln, familiären Kontakten zu akut Atemwegserkrankten bei hohen Inzidenzen sowie bei Kontakt zu vielen anderen Personen die Voraussetzung für einen Test.

Asymptomatische Personen werden lediglich im Fall von Krankheitsfällen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen getestet, um hier ein größeres Ausbruchsgeschehen zu verhindern.

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