Adventsmärkte in Eilshausen und Oetinghausen fallen aus – Sundern höchstens abgespeckt
Schlechte Aussichten für Glühwein-Fans

Hiddenhausen (WB). Weihnachtslieder, Glühweinduft, das Treffen mit Bekannten und Freunden – die adventlichen Märkte in Hiddenhausen sind in den vergangenen Jahren zu einem lieb gewonnenen, festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit geworden. Wegen Corona werden die Veranstaltungen in Eilshausen und Oetinghausen jedoch ausfallen. In Sundern überlegt man noch. Maximal wird es aber nur zu einer deutlich kleineren Veranstaltung kommen.

Donnerstag, 08.10.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 09:16 Uhr
In geselliger Runde einen Glühwein trinken: Das gehört für viele Hiddenhauser zur Adventszeit einfach dazu. In diesem Jahr wird es aber deutlich weniger Gelegenheiten geben. Die vorweihnachtlichen Märkte in Eilshausen, Oetinghausen und eventuelle auch in Sundern fallen aus. Foto: Jens Kalaene/dpa

Rolf Siekmann vom Festausschuss des Eilshauser Heimatvereins ist untröstlich: „Die Eilshauser Bürgerinnen und Bürger müssen in diesem Jahr auf ein Stück ihres Kulturlebens verzichten. Coronabedingt kann ihr Weihnachtsmarkt leider nicht stattfinden“, teilt er am Mittwoch mit. Es wäre die 19. Auflage gewesen, traditionell am Freitag und Samstag vor dem 1. Advent auf dem Dorfplatz. Dort war immer was los: „Freitags kamen bis zu 500 Besucher, samstags waren es etwas weniger“, erinnert sich Siekmann.

Hohe Auflagen

Deshalb hätten sich die ausrichtenden Eilshauser Vereine die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Veranstaltung sei längst zu einem Treffpunkt der Generationen geworden. Doch die Verantwortung für die Einhaltung des Hygienekonzepts habe man nicht übernehmen können, zumal eine beträchtliche Zahl der Besucher zu den so genannten Risikogruppen zähle. „Wir haben das alles mit der Gemeindeverwaltung besprochen, die Auflagen wären enorm.“ Maximal 300 Besucher hätten pro Tag kommen dürfen, sie hätten auf Listen erfasst werden müssen. An Glühweinständen hätten sich keine Gruppen bilden dürfen.

„Und da der Dorfplatz mehrere Zugänge hat, hätten wir überall Leute zur Registrierung aufstellen müssen.“ Das sei selbst für die zuletzt beim Weihnachtsmarkt etwa 50 Ehrenamtlichen der Eilshauser Vereine eine zu große Aufgabe und Verantwortung. Zudem könnten die Chöre nicht auftreten und die Schulaula nicht wie sonst üblich für ein Kinderprogramm (Kaspertheater, Zauberer) genutzt werden – alles wegen Corona. Finanziell sei die Absage verkraftbar. „Aber wir haben den Überschuss ja immer an Schulen und Kitas gespendet, das fällt jetzt aus.“

Illuminierter Weihnachtsbaum

So ganz verzichten müssten die Eilshauser auf weihnachtliche Stimmung aber nicht. Ein großer Weihnachtsbaum werde auf dem Dorfplatz in der Advents- und Weihnachtszeit an jedem Abend illuminiert und lade zu einem weihnachtlichem Bummel ein.

Auch in Oetinghausen wird der Adventmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden. Er war für das zweite Adventswochenende geplant. Einen Tag zuvor, am Freitag, 4. Dezember, sollte eigentlich die Feier am Weihnachtsbaum in Sundern die Besucher auf das Fest einstimmen. „Das wird es in diesem Jahr definitiv nicht geben“, sagt Andreas Torkler vom ausrichtenden Verein Pro Sundern. Man überlege noch, ob man an diesem Tag als Ersatz eine kleinere Veranstaltung an der Kirche ausrichten könne. Das solle in den nächsten zwei Wochen besprochen und entschieden werden.

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