„Spectrum“ beendet Konzertreihe am Gut Hiddenhausen – Neuauflage 2021 geplant
Live-Musik mitten im Grünen

Hiddenhausen (WB). Als „Sahnehäubchen” hatten die Organisatoren die Veranstaltung angekündigt – zu Recht. Denn das letzte der Corona-Benefizkonzerte im kleinen Park von Gut Hiddenhausen am Sonntagnachmittag bescherte der fünfteiligen Reihe einen krönenden Abschluss.

Dienstag, 29.09.2020, 15:53 Uhr
Die Lippische Band „Spectrum” besteht aus Gitarrist Oliver Schröder, Schlagzeuger Zacky Tsoukas und Bassist Martin Hohmeier. Beim Konzert auf Gut Hiddenhausen erhält das Trio spontan Zuwachs durch Anna Elise von Consbruch. Foto: Daniela Dembert

„Spectrum” ist der Name des Projektes, das sich zusammensetzt aus drei versierten und bis zur Corona-Krise viel beschäftigten Musikern. Gitarrist und Sänger Oliver Schröder, Drummer Zacky Tsoukas und Bassist Martin Hohmeier haben schon in unterschiedlichen Bands gemeinsam musiziert, in dieser Formation zu spielen war allerdings ein Novum, wie Olli Schröder gestand: „Das ist gar nicht so einfach, denn wenn man als Trio auftritt, muss sich jeder auf sich selbst verlassen. Es gibt keinen Keyboarder, keine zweite Gitarre, die kaschieren können.”

Wäre aber ohnehin nicht notwendig gewesen, denn die Musiker sind Meister ihres Fachs. Schlagzeuger Zacky ist ein wahres Uhrwerk. Aber manchmal geht’s auch mit dem Trommler durch, dann zeigt er, was er kann. „Der hat doch nicht mehr alle an der Latte”, kommentierte Schröder mit verschmitztem Grinsen den energetischen Ausbruch des Trommel-Virtuosen Tsoukas.

Zwei Songs mit Anna Elise von Consbruch

Die drei beschränken sich nicht auf das Nachspielen von Klassikern wie Deep Purples „Black night”, „Bell Bottom Blues” von Mr. Slowhand Eric Clapton, „Hey Joe” von Jimi Hendrix und Stevie Wonders „Superstitious”, sie erweitern die Songs gern spontan um gekonnte Tempowechsel und ausgefeilte Soli.

Wer da glaubt, am Ende der Prince-Balladen-Perle „Purple Rain” noch kurze Sequenzen von „Strangers in the night“ und „Laterne, Laterne“ zu hören, der irrt nicht.

Als kleines, spontanes Bonbon griff auch der von Consbruchsche Nachwuchs für zwei Titel zum Mikrofon; Anna Elise sang Bill Withers „Ain’t no sunshine” und „Imagine” von John Lennon.

Steter Besucherzuwachs

Sehr zufrieden mit der Veranstaltungsreihe zeigten sich die Kooperationspartner Kirchenkreis, der Verein zum Erhalt des Guts-Ensembles und die Gemeinde Hiddenhausen. Möglich, dass aus der Not der Corona-Zeit heraus ein neues Veranstaltungsformat geboren ist. Die Zuschauer, auch diesmal wieder etwa 100 an der Zahl, erlebten handgemachte Musik, live und aus nächster Nähe vor malerischer Kulisse im Grünen. Ein Konzept, das keiner weiteren Effekte bedarf.

„Wir hoffen, das im kommenden Jahr fortsetzen zu können”, sagte Ulrike Bleimund vom Kulturamt. Bei den Konzerten sei ein steter Besucherzuwachs zu verzeichnen gewesen. Bleimund: „Das spiegelt auch das Bedürfnis der Menschen nach Kultur und Begegnung.“

Musikalische Vielfalt sei auf jeden Fall gegeben gewesen, „für jeden etwas”, findet Günter Scheding, federführend in der Auswahl der Musiker.

Ein Konzept der Unverbindlichkeit sei scheinbar der richtige Weg in dieser besonderen Zeit gewesen, resümierte Bleimund. „Die Menschen konnten sich spontan entscheiden, zu kommen und mussten sich nicht im Vorfeld registrieren.“

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