Trio Mellon beendet Reihe der Benefizkonzerte – weiterer Auftritt geplant
Entspannter geht es kaum

Hiddenhausen (WB). Und weil es so schön war, soll es auch noch einen Nachschlag geben. Fast 160 Besucher genossen den Abschluss der Konzertreihe im Park des Gutes Hiddenhausen, mehr Zuhörer als jemals zuvor – und Initiator Günter Scheding kündigt an: Wenn das Wetter mitspiele, folge am 27. September ein weiteres Konzert – mit George Kochbeck und Lisa Ohm.

Dienstag, 01.09.2020, 05:30 Uhr
Gastmusiker Ortwin Eversmeyer (links), Sängerin Elke Silber und Gitarrist Thomas W. Knobloch geben ein fast zweistündiges Konzert. Unter den Zuhörern ist auch der Hund der Sängerin, den sie gerade beobachtet und der ihr offenbar große Freude bereitet: „Ich finde, er bellt immer an der richtigen Stelle.“ Foto: Horstmann

Lob für Team und Publikum

Zuvor hatten die Musiker von Mellon ein fast zweistündiges Konzert gegeben, dessen Entspanntheit hervorragend zur Atmosphäre des Parkes passte. Während des Trio einen eigenständigen Stilmix aus Jazz, Folk und Weltmusik darbot, verbreitete sich der Duft einer gut gegrillten Bratwurst übers Gelände. Am Grill stand Sozialpfarrer Holger Kasfeld, assistiert von Ulrike Bleimund (Gemeinde Hiddenhausen).

Am Ende der Reihe zog Hausherrin Anna von Consbruch ein sehr positives Fazit. Sie hob das „Superteam“ hervor, welches die vier Konzerte in kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat. Aber auch die „coronadisziplinierten Gäste“ bekamen ihr Lob. Sie hätten sich als interessiert und großzügig erwiesen. Denn die Benefizkonzerte, bei denen Günter Scheding mit einem Hut durchs Publikum ging, sollen den Künstlern in diesen coronaschweren Zeiten helfen.

Hauptsache, der Flow stimmt

Und last but not least die „exzellenten Musiker“: Die Formation Mellon sorgt für einen würdigen Abschluss. Viele selbst geschriebene Lieder bringen Thomas W. Knobloch (Gitarre), Elke Silber (Gesang) und Ortwin Eversmeyer zu Gehör. Knobloch brilliert dabei auch als Komponist – und Elke Silber verrät, wie sie ihre Songtexte schreibt. Inspiriert von ihrer Lieblingslyrikerin Else Lasker-Schüler, übersetze sie oftmals die erste Zeile ihrer Gedichte ins Englische: „Der Rest fließt dann einfach so aus dem Stift.“

Hauptsache, der Flow stimmt. Diese Feststellung leitet über zu Ortwin Eversmeyer, am Saxophon mit seinen Soli der Mann für das Gefühlvolle. Der Musiker aus Löhne ist als Gast dabei, für den Kontakt zum Publikum ist die Sängerin zuständig, die in einige Lieder einführt – so in den Tango von dem jungen Mann, der das Herz einer Frau erobern will.

Kochbeck und Lisa Ohm

Doch trotz aller Bemühungen stellt sich der Erfolg nicht ein – was für den Mann Pech bedeutet, der Kunst aber infolge der unerfüllten Liebe ein weites Feld bereitet. Bei einem anderen langsamen Tango tanzt die Sängerin mit sich selbst. Passt zur Musik, könnte aber auch ein typisches Coronabild sein – denn die Musiker halten ihren Sicherheitsabstand trotz der Enge unter dem Pavillon genau ein.

Sollte der angekündigte Nachschlag am 27. September zustande kommen, kommt es zum Wiedersehen mit guten Bekannten. Der Filmkomponist George Kochbeck hat unter anderem das Elisabeth-Oratorium geschrieben. Und die aus Herford stammende Sängerin Lisa Ohm ist in ihrer Heimat häufig zu Gast. Gemeinsam wollen sie Lieder von Brian Auger und Julie Driscoll covern.

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