Jahrgänge mit etwa 200 Mädchen und Jungen erwartet – neuer Schulentwicklungsgplan
Wieder mehr Kinder in Hiddenhausen

Hiddenhausen (WB). In Hiddenhausen gibt es wieder mehr Kinder – und die Kurve zeigt weiter nach oben. „Das ist ein erfreulicher Trend, der sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat“, sagt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. Die Kommune sei gut gerüstet. Nun zahle es sich aus, dass es in allen sechs Ortsteilen noch sechs Grundschulen gäbe und keine geschlossen worden sei.

Sonntag, 05.07.2020, 09:00 Uhr
Die Geburtenjahrgänge in Hiddenhausen werden wieder stärker. In den kommenden Jahren werden mehr Mädchen und Jungen eingeschult werden. Mit ihren sechs Grundschulen in den Ortsteilen sieht sich die Gemeinde gut aufgestellt. Foto: dpa

Die Gemeinde arbeitet derzeit an der Aktualisierung des Schulentwicklungsplans. Konkrete Zahlen gibt es daher noch nicht, sie sollen ermittelt werden. 2015, kurz vor der Flüchtlingswelle, hatte Hiddenhausen seinen Tiefpunkt bei den Zahlen erreicht. Damals waren es in allen Grundschulen zusammen 630 Kinder – pro Einrichtung also nur etwa 100. 15 Jahre zuvor waren es noch 1000 Mädchen und Jungen, die in den Grundschulen das Lesen und Schreiben lernten. „Jetzt geht der Trend wieder bergauf, heute kommen wir auf 780 Schüler“, sagt Uwe Schröder vom Amt für Schule, Sport und Kultur. Grob rechnet die Verwaltung damit, dass sich die Zahl in den kommenden Jahren weiter nach oben von aktuell 170 auf 200 Mädchen und Jungen pro Jahrgang erhöhen wird.

Trend zu zwei Kindern

Als Gründe sehen die Verwaltungsmitarbeiter Zuzüge, den Trend zu zwei Kindern bei Familien und den Generationen-Umbruch. „Bereits gebaute, alte Häuser werden von jungen Familien genutzt. Wir setzen nicht auf Neubaugebiete, sondern vor allem auf das Modell ‚Jung kauft Alt‘“, erklärt Andreas Homburg, Amtsleiter Zentrale Dienste.

„Schon beim Eintritt in die Kitas sehen wir, dass immer mehr Plätze benötigt werden“, sagt Rolfsmeyer. Die Träger der Kindergärten reagieren, bauen an und erweitern, um mehr Plätze vorzuhalten. Die Kita Sternenhimmel hat einen Bauantrag beim Kreis eingereicht, das Taka-Tuka-Land und die Stephanus-Gemeinde wollen ebenfalls erweitern.

Demografische Analysen

„Alle Kommunen in NRW sind nach dem Schulgesetz verpflichtet, für ihre Bereiche eine Schulentwicklungsplanung aufzustellen. Unsere letzte Fassung stammt aus dem Jahr 2015“, erklärt Jan Westerhold, neuer Pressesprecher der Verwaltung. So ein Plan umfasse immer fünf, sechs Jahre. „Eine der wichtigsten Fragen ist stets: Haben wir genug Schulraum?“, erklärt Schröder. Um für zukünftige schulpolitische Entscheidungen über eine fundierte Datenbasis zu verfügen, hat der Schulausschuss entschieden, die Planung ab 2020 vom Büro für demografische Analysen und Schulentwicklungsplanung aus Bonn neu aufstellen zu lassen. „In den Plan fließen relevante Daten wie Bevölkerungsentwicklung, Anzahl der einschulungspflichtigen Kinder in den kommenden Jahren oder auch aktuelle Entwicklungen im Bau- und Siedlungsbereich ein“, erklärt Westerhold.

Verabschiedung durch den Rat

Zurzeit finden verschiedene Datenerhebungen statt, die in einem ersten Entwurf des Planes zusammengetragen werden. Der Entwurf soll nach der Kommunalwahl am 13. September vorliegen und anschließend in den parlamentarischen Gremien der Gemeinde beraten werden. „Eine endgültige Verabschiedung der Schulentwicklungsplanung wird durch den neuen Rat erfolgen“, sagt Rolfsmeyer.

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