An der ehemaligen Kitty-Bar Hiddenhausen wurde aufgeräumt – Objekt wird zum Kauf angeboten
Bäume gerodet – Verfahren läuft

Hiddenhausen (WB). Das dürfte die Anwohner an der Herforder Straße freuen. Auf dem Gelände Herforder Straße 434, rund um die ehemalige Kitty-Bar, wurde aufgeräumt. Müll und Bauschutt sind weitestgehend entfernt worden. Entfernt sind allerdings auch unzählige Bäume. Bis hinauf zu den Bahnschienen ist alles kahl. Ein Verfahren gegen den Eigentümer läuft bereits.

Mittwoch, 10.06.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 10:32 Uhr
Auf dem Gelände an der ehemaligen Kitty-Bar sind Müll und Bauschutt weitestgehend verschwunden. Entfernt worden ist allerdings auch eine große Anzahl an Bäumen. Selbst auf Gebiet, das an das Gelände des Objektes angrenzt, soll gerodet worden sein.

Das Gelände inklusive des Gebäudekomplexes beschäftigt politische Gremien sowie Mitarbeiter bei der Gemeinde Hiddenhausen und bei der zuständige Baubehörde beim Kreis Herford bereits seit geraumer Zeit. Nachdem Mitarbeiter des Kreises erklärt hatten, dass im Gebäude nicht genehmigte Baumaßnahmen vorgenommen worden seien, wurde die Baustelle still gelegt.

Laufendes Verfahren

Dagegen klagte der Investor, die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht laufen noch. „Hier tut sich aktuell auch nichts“, war aus dem Kreishaus zu erfahren.

Nun gibt es ein weiteres Verfahren. Der Investor soll auf seinem eigenen Gelände und darüber hinaus die Fläche gerodet haben. Aber: „Eine Waldfläche muss eine Waldfläche bleiben“, äußert sich jemand aus dem Forstamt. Mit Verweis auf ein laufendes Verfahren wird auf jede weitere Stellungnahme verzichtet.

Hintergrund für die „Aufräumaktion“ auf dem Gelände an der Herforder Straße ist vermutlich die Tatsache, dass der Investor versucht, das Objekt zu verkaufen. Im Internet wird der Gebäudekomplex für 500.000 Euro einmal als „Ausstellungs- und Lagerfläche mit zwei großzügigen Wohnungen (kernsaniert), einmal als „Vielseitig nutzbare Immobilie, Privat wie auch gewerblich geeignet“ und einmal als „Pensionat, Zimmervermietung, Bar, Etablissement, Bürofläche oder auch Privat geeignet“ (ohne Preisangabe) angeboten. Die Wohnfläche wird mit 730, das Grundstück mit 2.800 Quadratmeter angegeben. Eine Bar, wie es sie an dieser Stelle schon einmal gab, werde keine Genehmigung erhalten, heißt es von Seiten der Behörde.

Makler vermarktet Objekt

Mit der Vermarktung hat der Eigentümer ein Makler-Büro beauftragt. Dass im Zusammenhang mit dem Objekt einige Verfahren laufen und dass dieses nicht wieder als Etablissement genutzt werden kann, ist der Maklerin bewusst.

Sie habe aber, so sagt sie, von der Gemeinde Hiddenhausen grünes Licht bekommen, dass eine Nutzungsänderung möglich sei. „Wenn ich einen Käufer gefunden habe, soll ich mich im Rathaus vorstellen, dann kann ich eine entsprechende Nutzung beantragen“, sagt die Maklerin auf Anfrage. Ein Käufer werde bis zum Ende von ihr betreut. Sie geht davon aus, dass das Objekt gewerblich genutzt werden kann. „Es gibt sogar etliche Interessenten für das Objekt“, sagt sie. Ein Verkauf sei bislang allerdings am Preis gescheitert.

Bahnhofstraße 2 – „zu kompliziert“

Die Maklerin bietet übrigens ein weiteres Objekt des Eigentümers an: das Gebäude in der Bahnhofstraße 23 in Schweicheln mit 200 Quadratmetern Wohnfläche und 480 Quadratmetern Grundstück zum Preis von 310.000 Euro. Dies wird als Renditeobjekt angeboten. In der Objektbeschreibung heißt es, dass das Haus seit Februar dauerhaft (5-jähriger Mietvertrag) vermietet sei und jährliche Mieteinnahmen von 36.000 Euro erziele. Auch hier wurden Betrieb (Monteurswohnungen) und Nutzung seitens der Behörden untersagt, weil Baumaßnahmen ohne Genehmigung vorgenommen worden waren.

Die Maklerin möchte dieses Objekt allerdings wieder abgeben. „Zu kompliziert“, sagt sie.

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