Familie von Consbruch öffnet Gartentore im Gut Hiddenhausen
Entdeckungsreise im Gutsgarten

Hiddenhausen (WB). Es ist ein Garten für Entdecker. Einer, in dem man sich verlieren kann – oder finden. Das weitläufige Areal von Gut Hiddenhausen zieht alljährlich Gartenfreunde an, die der Einladung zum Offenen Gartentor folgen, um durch die parkähnliche Anlage zu flanieren, zu genießen und sich Inspiration zu holen.

Montag, 08.06.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 16:30 Uhr
Foto: Dembert

Abgesehen vom stringent barock gestalteten Innenhof mit Buchsbaumkugeln und geharktem Kies, ist das Gelände naturnah, im Stil englischer Gärten gestaltet und bietet viele verschiedene Räume, die entdeckt werden wollen.

Orangerie voll Kräuter und Wein

In der Orangerie, einem eingefassten Gartenteil, wie er im Barock angelegt wurde, um Zitrusfrüchte zu überwintern, finden sich zahlreiche Kräuterpflanzen und Wein. Die hölzerne Einrahmung ist von Kletterrosen bewachsen, lässt jedoch noch den Gewächshauscharakter dieses kleinen Bauerngärtchens erahnen. Ab dem 16. Jahrhundert wurden Orangerien angelegt, um den im Inneren überwinternden Pflanzen Schutz zu bieten.

Hinter dem Herrenhaus erstreckt sich der Park mit hohen Hecken, riesigen Rhododendren und Jahrzehnte altem Baumbestand. Den Unterbewuchs liefern schattenliebende Stauden wie Funkien, Bergenien und Storchenschnabel. Letzterer ist in vielen verschiedenen Sorten erhältlich und ist eine bei der Gutsherrin beliebte Staude. „Wo Brennnesseln und anderes Unkraut zurückgedrängt werden sollen, macht Storchenschnabel alles dicht“, versichert Anna von Consbruch.

Teiche mit Schilf und Farn

An den beiden Teichen sieht die Vegetation etwas anders aus. Schilfgräser, Farne und feuchtigkeitsliebende Stauden wie Frauenmantel gedeihen hier bestens.

Parallel zum Garten der von Consbruchs hatte auch die Kulturwerkstatt ihre Tore geöffnet und eine kleine Ausstellung mit handgefertigten Mosaiken, Töpferwaren, Korbflechtereien, Gemälden und floral gestalteten Textilen präsentiert.

Susanne König macht aus Filzwolle und einem unscheinbaren Stein einen bunten Türstopper.

Susanne König macht aus Filzwolle und einem unscheinbaren Stein einen bunten Türstopper. Foto: Dembert

Interessierte Besucher guckten Teilnehmern des Schmiedeworkshops von Bernd Bannach über die Schultern. „Wir fertigen hier heute Gartendeko-Objekte, dafür braucht man nicht mehr als einen Nachmittag“, erzählt Winni Dramburg, der eine kunstvolle Halterung für Meisenknödel fertigt.

Wieder Angebote in Kulturwerkstatt

Langsam startet die Kulturwerkstatt wieder einige ihrer Angebote. „Wir haben Kurse wie Weidenfechten und Silberschmieden. Auch für die Ferien gibt es Angebote für Groß und Klein, die auf der Homepage der Kulturwerkstatt aufgeführt sind“, erzählt Susanne König. Zuschauen konnten Besucher am Wochenende beim Töpfern mit der Scheibe und Nassfilzen. König hat Steine mit Filz ummantelt und aus ihnen bunte Türstopper und Deko-Objekte gemacht. „Die werden im Frühjahr immer von den Meisen zerpflückt, die die Wolle zum Nestbau zupfen. Das ist niedlich anzuschauen“, sagt König.

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