Auch für die Feuerwehr gelten Corona-Richtlinien – Sicherheit bleibt gewährleistet
Stille in der Leitstelle

Hiddenhausen (WB). Es ist eine Stille, wie man sie derzeit häufiger erlebt: wenige Menschen, wenige Autos. Auf dem Parkplatz der Feuerwehrzentrale und Kreis-Leitstelle in Eilshausen wirkt diese ruhige Atmosphäre dennoch befremdlich, auch jetzt noch. Denn hier geht es fast immer um schnelle Lösungen, an denen viele Menschen beteiligt sind. Doch ein Blick in die Zentrale verdeutlicht: Die Sicherheit im Kreis Herford ist gewährleistet – auch oder gerade in der Corona-Krise.

Sonntag, 10.05.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 09:00 Uhr
Holger Klann und Bernd Kröger (stellvertretender Kreisbrandmeister und Kreisbrandmeister) und Andreas Barre (Leitstelle Herford) dürfen die Leitstelle derzeit nicht betreten.

„Dieser Tage passiert das alles sehr ruhig“, erklärt Kreisbrandmeister Bernd Kröger: „Wir haben im März quasi eine komplette Vollbremsung hingelegt. Von 100 auf 0. Die Feuerwehrzentrale ist verschlossen, nur wer hier arbeitet kommt auch in das Gebäude herein. Es finden keine Lehrgänge mehr statt, der gesamte Ausbildungsbereich ist eingestellt. Es gibt nur noch Einzelbüros, ein paar Mitarbeiter sind im Wechsel im Homeoffice“. Hinweisschilder an den Türen zeigen: Hier darf niemand mehr rein.

Auch in Pausen alleine

Auf dem Hof hört man die große Waschmaschine surren, sie reinigt die Atemschutzgeräte der Feuerwehrleute. Durchs gerade geöffnete Fenster kann man von außen Christoph Aspelmeier bei der Arbeit beobachten – er kontrolliert die Atemschutzmasken seiner Kollegen. An seinem Arbeitsplatz ist er derzeit allerdings alleine, auch in den Pausen bleibt er für sich.

Nebenan in der Leitstelle – dort wo die 112-Notrufe eingehen und die Rettungswagen koordiniert werden – nimmt man es noch ein bisschen genauer. Derzeit dürfen dort nur 21 Menschen das Gebäude betreten – es sind die drei Teams, die im Wechsel die 24-Stunden-Schichten übernehmen.

Teams mit sieben Kollegen

Jede Gruppe besteht aus sieben Kollegen. Sie bilden feste Teams und werden als solche auch erhalten bleiben. Sollte jemand an Corona erkranken, wäre dann nur ein Team betroffen und die anderen blieben arbeitsfähig. Auch im Privatleben sind die Teams aufgefordert, besondere Sorgfalt walten zu lassen.

Selbst der Chef der Leitstelle und auch der Kreisbrandmeister sind von dem Betretungsverbot der Kreis-Leitstelle betroffen – seit Mitte März waren sie nicht mehr im Gebäude. Sie arbeiten seitdem nebenan in Einzelbüros in den Räumen der Feuerwehrzentrale oder wie auch andere im Homeoffice. „Wir vermissen natürlich schon den persönlichen Kontakt zu den Mitarbeitern der Leitstelle“, merkt Holger Klann, stellvertretender Kreisbrandmeister an.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7402943?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F
Klos „kein Typ der Extreme“
Trainer Uwe Neuhaus mit Fabian Klos
Nachrichten-Ticker