Rolfsmeyer: „Bisher konnten alle Kinder betreut werden“ – Einrichtungen werden ausgebaut
Noch fehlen Kita-Plätze

Hiddenhausen (WB). Die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr sind abgeschlossen. Die Zahlen für die zwölf Kitas in den sechs Hiddenhauser Dörfern stehen fest – und weisen einen Fehlbedarf von 98 Plätzen im U3-Bereich und von 54 im Ü3-Bereich auf. Das gab Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Soziales, Sport und Kultur bekannt.

Donnerstag, 06.02.2020, 06:10 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 08:58 Uhr
In Hiddenhausen ist einiges in Bewegung: Sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr entstehen knapp 100 Plätze im U3- und Ü3-Bereich. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

„Auf den ersten Blick sieht das vielleicht viel aus. Doch diese Zahlen sind noch nicht ganz valide. In der Vergangenheit haben wir mit etwas Ruckeln und mit Hilfe der Tagesmütter alle Kinder betreut bekommen“, sagt Rolfsmeyer.

Bisher werden alle Anmeldungen händisch erfasst. Erfahrungsgemäß melden Eltern ihre Kinder, um auch ganz sicher einen Platz zu bekommen, in mehreren Kitas an. „Einige bekommen dann mehrere Zusagen. Dabei brauchen sie nur einen Platz. Sie melden sich dann aber in der Regel nicht sofort, sondern überlegen genau, welche Kita sie wählen“, sagt Rolfsmeyer. Erst nach einer Rückmeldung kann die Weiterverteilung dieser Plätze erfolgen.

Verfahren soll digitalisiert werden

Wechselt ein Kind von der Tagesmutter zur Kita, wird auch bei den 61 Tagespflegestellen in Hiddenhausen wieder ein Platz frei. der neu belegt werden kann. Um künftig schneller einen besseren Überblick beim Anmeldeverfahren zu erhalten, hat es sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, das Anmeldeverfahren zu digitalisieren. „Herford hat da schon einen Testlauf hinter sich“, weiß Rolfsmeyer.

Aktuell stehen in der Gemeinde in den zwölf Einrichtungen 25 Gruppen im Ü3-Bereich mit 507 Plätzen und neun Gruppen mit 161 Plätzen im U3-Bereich zur Verfügung.

Und es tut sich einiges im Bereich der Kinderbetreuung. So hat der Evangelische Kindergarten Eilshausen bereits ein Bauvorhaben im Gemeindehaus fertiggestellt. Montag vor einer Woche sind die Kinder eingezogen. Diese zusätzlichen zehn Plätze im U3-Bereich hat die Gemeinde im aktuellen Anmeldeverfahren schon mitverplanen können. Hinzu kommen noch zwei Notplätze.

Ausbaupläne gehen weiter

Der freie Träger „Sternenhimmel“ an der Grenze zwischen Lippinghausen und Oetinghausen hat einer Erweiterung um zehn U3-Plätze bereits zugestimmt, der Bau soll im Sommer starten. Außerdem bietet die Stephanus-Kirchengemeinde zum 1. August jeweils zehn zusätzliche Ü3-Plätze in Sundern und Lippinghausen an sowie sechs Notplätze, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe bereits genehmigt hat.

Die Planungen zum Kitanetz-Ausbau in der Gemeinde gehen aber noch weiter. Das Kreisjugendamt will weitere Vorhaben unterstützen. „Wir sind da regelmäßig im Gespräch“, sagt der Bürgermeister. Das Taka-Tuka-Land in Lippinghausen möchte sich um eine Dreigruppenanlage vergrößern. Es sollen insgesamt 16 Plätze im U3-Bereich und 34 im Ü3-Bereich entstehen. Zudem planen sowohl der Evangelische Kindergarten Sundern als auch der Evangelische Kindergarten Hiddenhausen jeweils zehn zusätzliche Plätze im U3-Bereich. „Wenn alle diese neuen Betreuungsangebote zur Verfügung stehen, sind es am Ende – nach den aktuellen Zahlen – nur noch 54 fehlende Plätze. Damit hätten wir schon viel erreicht“, meint Rolfsmeyer.

Kommentar von Kathrin Weege

Fehlende Kita-Plätze sind ein echter Aufreger. Nach den aktuellen Anmeldungen sind es in Hiddenhausen immerhin 152 Mädchen und Jungen, die laut Papier noch keinen Platz haben.

Doch bevor der große Aufschrei erfolgt, sollte man erst einmal genau hinsehen. Es ist noch mit einigen Verschiebungen zu rechnen, da manche Eltern ihre Kinder in mehreren Einrichtungen angemeldet haben und auch bei Tageseltern noch Plätze frei werden. Damit man künftig schneller Klarheit über mögliche Mehrfachanmeldungen hat, will die Gemeinde die Vergabe digitalisieren. Ein weiser Schritt. Außerdem entstehen in diesem und im kommenden Jahr etliche neue Betreuungsstellen.

 

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