Feuerwehren im Bünder Land ziehen Silvester-Bilanz – Sichtweiten deutlich unter 50 Metern
Vier Schwerverletzte bei Nebelunfall auf der A30

Bünde/Rödinghausen/Kirchlengern (WB). Bis auf einen größeren Einsatz blieb es in der ersten Nacht des Jahres relativ ruhig für die Feuerwehren im Bünder Land: Aber ein schwerer Unfall auf der A30 beschäftigte die Einsatzkräfte. Vor allem schlechte Sichtverhältnisse stellten die Retter vor Herausforderungen.

Mittwoch, 01.01.2020, 18:36 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 18:42 Uhr
Zu größeren Brandeinsätzen mussten die Feuerwehren im Bünder Land in der Silvesternacht nicht ausrücken (Symbolfoto). Foto: Salmon

2020 war erst eine halbe Stunde alt, als Polizei und Rettungsdienste zum Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Bünde und Hiddenhausen ausrücken mussten. „Bei dichtem Nebel mit Sichtweiten deutlich unter 50 Metern hatte sich zwischen den Anschlussstellen Hiddenhausen und Bünde auf der Fahrbahn in Richtung Osnabrück ein Auffahrunfall ereignet“, schilderte ein Polizeisprecher. Beide Wagen seien nach dem Crash entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen gekommen.

Vier Personen waren bei dem Zusammenstoß schwer verletzt worden: Ein 61-jähriger Mann aus Melle, der mit seinem Mercedes in den Unfall verwickelt war, sowie drei junge Frauen (21, 21 und 22 Jahre) aus Minden, die in einem VW Golf saßen. Nach der Erstversorgung durch die Einsatzkräfte wurden die Verletzten in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr habe aber bei keinem der Geschädigten bestanden.

Der Nebel im Bereich der A30 soll so dicht gewesen sein, dass die zur Unfallstelle geschickten Fahrzeuge von Polizei und Rettungskräften streckenweise nur mit 20 bis 30 km/h fahren konnten. „Man konnte wirklich gar nichts sehen, das war schon gruselig. Die schlechten Sichtverhältnisse waren für unsere Einsatzkräfte schon eine Herausforderung. Es waren umfangreiche Maßnahmen zur Absicherung der Einsatzstelle notwendig“, schildert Bündes Feuerwehrchef Rüdiger Meier. Zwar sei zunächst gemeldet worden, dass Unfallbeteiligte in ihren Fahrzeugen eingeklemmt seien. „Das war aber nicht der Fall“, so Meier.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Richtungsfahrbahn Osnabrück bis etwa 2 Uhr komplett gesperrt werde. „Aufgrund der Uhrzeit kam es nur zu geringen Verkehrsstörungen. Die beiden schwer beschädigten Autos mussten abgeschleppt werden“, so ein Polizeisprecher. Die Beamten schätzen den Sachschaden auf rund 10.000 Euro. Die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unfalls dauern an.

Laut Rüdiger Meier sei es für die Brandbekämpfer im Bünder Stadtgebiet bis auf den A30-Unfall ruhig geblieben: „Es gab ansonsten keine feuerwehrtechnischen Einsätze. Gleiches kann auch Kirchlengerns oberster Feuerwehrmann Frank Rieke vermelden: „Es gab keine Einsätze bei uns.“

Und auch in Rödinghausen soll es dem Vernehmen nach in der Silvesternacht keine besonderen Vorkommnissen für die Feuerwehr gegeben haben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7165124?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F
Armina-Sportchef Arabi: „Saisonstart macht Gier auf mehr“
Arminias Sportgeschäftsführer Samir Arabi spricht von einem gelungenen Start in die Bundesliga-Saison. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker