Bilanz: 2019 haben Bürger und Gemeinde mit der Aussaat das Werretal erblühen lassen
7500 Quadratmeter Bienennahrung

Hiddenhausen (WB). Insektenschwund und Bienensterben sind ein zuletzt viel diskutiertes Thema. Auch in Hiddenhausen haben Naturfreunde, Landwirte und die Gemeinde im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass es Bienen hier besser geht.

Donnerstag, 02.01.2020, 14:15 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 14:20 Uhr
Die Hiddenhausener Bürger und die Gemeinde haben „Futterflächen“ für Wildbienen, Hummeln, Honigbienen und andere Insekten eingesät. Foto: dpa

Mit zusätzlichen Nahrungsangeboten im Sommer und im Herbst haben die Interessengemeinschaft (IG) „Bienenfreunde Werretal“ und die Gemeinde Hiddenhausen geholfen, den Bestand der Wildbienen und anderer Insekten zu sichern. All dies ist der Aktion „Blühende Landschaften – Blühendes Werretal“ zu verdanken.

Bilanz fällt positiv aus

Deren Macher haben zum Jahreswechsel eine positive Bilanz gezogen: Die Auftaktveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft (IG) „Bienenfreunde Werretal“ hatte am 23. März im Rathaus stattgefunden. Erstmalig nahmen auch Anja Reckeschat vom Naturschutzbund Deutschland, Kreisgruppe Herford, und Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, teil. Reckeschat informierte über heimische Pflanzen.

Dedert berichtete, dass die Hiddenhausener Landwirte wieder Blühstreifen anlegen würden. Auch mehr als 100 interessiere Bürger nahmen an diesem Tag Blumensamen für Blühwiesen in ihren eigenen Gärten mit nach Hause.

Bis zum 5. April konnten noch weitere Saatgutbestellungen beim Amt für Umwelt angemeldet werden. „Und dieses Angebot haben noch viele Bürger genutzt“, heißt es in der Bilanz: Insgesamt haben 197 Insektenfreunde für 3.007 Quadratmeter Gartenland die Blumenmischung „Bienensommer“ bestellt. Von der mehrjährigen Blumenmischung (50:50) wurde für insgesamt 240 Quadratmeter Saatgut abgeholt.

7500 Quadratmeter eingesät

Und auch die Gemeinde Hiddenhausen habe erneut auf mehr Flächen Blühmischungen aussäen können als in den vergangenen Jahren: 2.058 Quadratmeter der Mischung „Bienensommer“ und 2.250 Quadratmeter mit der mehrjährigen Blumenwiesenmischung (50:50).

Insgesamt hätten somit die Hiddenhausener Bürger und die Gemeinde Hiddenhausen etwa 7500 Quadratmeter „Futterflächen“ für Wildbienen, Hummeln, Honigbienen und andere Insekten eingesät.

Die Interessengemeinschaft „Bienenfreunde Werretal“ und die Gemeinde Hiddenhausen hatten auch ein sichtbares und duftendes Zeichen gegen problematische Schottergärten setzen wollen: Mit 100 ausgegebenen Lavendelpflanzen sollte das Interesse für insektenfreundliche Gärten, Blumenkästen oder auch Grabflächen auf den Friedhöfen geweckt werden. „Denn Stauden, Sträucher und Obstbäume sind nicht nur wichtige Nahrungsquellen und Lebensräume für Bienen und Insekten, sondern auch für Vögel und andere Tiere“, werben die Bienenfreunde.

Auftakt im April

Auch im neuen Jahr werde die Aktion „Blühende Landschaften – Blühendes Werretal“ fortgeführt. Am Samstag, 4. April, wird die Auftaktveranstaltung erstmalig im Treffpunkt Schweicheln-Bermbeck, Am Kartel 32, stattfinden. Die Vorbereitungen zu der Veranstaltung seien bereits angelaufen, erstmalig würden im Rahmen der Veranstaltung ein Bienenhotel aufgestellt sowie ein Blühstreifen und eine kleine Streuobstwiese angelegt. Die Interessengemeinschaft „Bienenfreunden Werretal“ und die Gemeinde werde im Frühjahr darüber noch ausführlich berichten.

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