Ismet A. und Ferhan A. sollen Deutsch-Libanesen erstochen haben Bluttat in Hiddenhausen: Prozess gegen Brüder-Paar beginnt am 19. Dezember

Hiddenhausen (WB). Raschad A. (31) wurde am 30. Mai in Hiddenhausen auf offener Straße brutal niedergestochen. Der Deutsch-Libanese erlag seinen Verletzungen. Gegen zwei Brüder, Ismet A. (31) aus Herford und Ferhan A. (33) aus Lüdinghausen, beginnt am 19. Dezember vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess.

Von Florian Weyand
In der Nähe einer Bäckerei in Hiddenhausen ist Raschad A. ums Leben gekommen. Die Leiche des Opfers wies 15 Stichverletzungen auf.
In der Nähe einer Bäckerei in Hiddenhausen ist Raschad A. ums Leben gekommen. Die Leiche des Opfers wies 15 Stichverletzungen auf. Foto: Kathrin Weege

Die Brüder sind wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich von einem gemeinschaftlichen Mord ausgegangen.

Die tödliche Tat soll eine Vorgeschichte gehabt haben. Laut Staatsanwaltschaft soll Raschad A. kurz vor der Attacke am 29. Mai in einen Streit mit Ismet A. verwickelt gewesen sein. Dabei soll es um Geld gegangen sein. Das Opfer soll einem der Geschädigten etwa 1200 Euro geschuldet haben. Laut Staatsanwaltschaft soll dem 31-jährigen Angeklagten bei dem Streit die Nase gebrochen worden sein.

Rache soll Motiv gewesen sein

Raschad A. ist in Hiddenhausen erstochen worden. Foto: Althoff

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass Ismet A. und sein Bruder Ferhan. A. aus Wut darüber beschlossen haben, sich an dem Raschad A. zu rächen.

Zum Zwecke einer Aussprache soll Ferhan A. am 30. Mai das spätere Opfer kontaktiert und zu einem Treffen überredet haben.

Das Opfer wurde in eine Falle gelockt

„Die Angeklagten sollen den Geschädigten bereits auf dem Weg zum Treffpunkt hin erwartet und mit einem Schlagstock auf dessen Kopf und Arme eingeschlagen haben“, heißt es in einem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt. Durch die Schläge soll Raschid A. eine 3,3 cm lange Schnittwunde am Kopf sowie eine Vielzahl von Hämatomen an den Armen erlitten haben.

Im weiteren Verlauf soll Raschid A. mit mindestens einem Messer gezielt mit 20 Stich-verletzungen im Kopf-, Rumpf- (auch im Rücken) und Gesäßbereich tödlich verletzt worden sein. Neben der Eröffnung der Strafsache am 19. Dezember hat das Landgericht 14 weitere Termine vorgesehen.

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