Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus mit Projekt in Eilshausen Die Angst vordem Tod nehmen

Hiddenhausen (WB). Tod, Sterben und Trauer sind ernste, schwierige Themen, vor allem für Kinder. Doch auch sie können sich damit sinnvoll und spielerisch auseinandersetzen, wie ein Projekt der Hospizgruppe am Bünder Lukas-Krankenhaus bewiesen hat.

Grundschulkinder haben sich unter Anleitung der Hospizgruppe mit dem Thema Tod. und Sterben befasst, mit dabei waren Gabriele Klose (Hospizmitarbeiterin, von links), Birgit Baurichter (Klassenlehrerin), Wibke Richter, Petra Vogt und Ralf Niehaus (Hospizmitarbeiter).
Grundschulkinder haben sich unter Anleitung der Hospizgruppe mit dem Thema Tod. und Sterben befasst, mit dabei waren Gabriele Klose (Hospizmitarbeiterin, von links), Birgit Baurichter (Klassenlehrerin), Wibke Richter, Petra Vogt und Ralf Niehaus (Hospizmitarbeiter).

Mit Fingerfarben gemalt

»Ich fand’s toll, dass wir heute mit Fingerfarben malen durften«, sagt ein Mädchen am vierten Tag auf die Frage der Tagesleiterin, was heute besonders gut war. Einer der Jungen war begeistert, »dass wir heute Blumen gepflanzt haben«. Sie haben am Projekt »Hospiz macht Schule« teilgenommen, das jetzt von fünf ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus an der Paul-Maar-Grundschule in Eilshausen durchgeführt wurde.

Das Projekt wurde vor zwölf Jahren von der Bundes-Hospiz-Akademie entwickelt und seither schon 800 Mal an Grundschulen in Deutschland ausgerichtet. Es geht darum, den Schülern und Schülerinnen der 3. und 4. Klasse in Grundschulen die Thematik von Sterben, Tod und Trauer näher zu bringen, Ängste zu verringern und einen natürlichen Umgang damit zu erlernen.

Angebot der Hospizdienste

Eine Woche lang werden die Kinder in einem gut aufgebauten Konzept durch das Thema geführt, wobei spielerische und erlebnisbezogene Methoden den Vorrang vor einer theoretischen Wissensvermittlung haben. Es beginnt mit »Werden und Vergehen«, am zweiten Tag mit dem Thema »Krankheit und Leid«, es folgen »Sterben und Tod«, »Vom Traurig-Sein« und »Trost und Trösten«.

»Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dem Tod«, berichtet ein Mädchen einer Ehrenamtlichen ganz erleichtert. Aber auch die Schulverantwortlichen stehen bei Krankheit und Tod von Großeltern oder gar Eltern oft vor der Frage: Sprechen wir das Geschehene offen mit den Kindern an oder ist es besser, von Tod, Trauer und Abschied nicht zu sprechen? Insofern bedeutet dieses Angebot der Hospizdienste auch eine Unterstützung der Grundschulen, in ihrem pädagogischen Konzept eine offene Haltung in Krisenzeiten zu bewahren und damit Bewältigungs- und Lebenspotenzial zu gewinnen.

Schüler stellen Ergebnisse vor

Bei einem kleinen Abschiedsfest am letzten Tag des Projektes stellten die Schüler ihre erarbeiteten Ergebnisse der Woche einschließlich eines kleinen Tanzes den Eltern vor. Beim folgenden Buffet hatten die Eltern dann auch noch Gelegenheit, mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe ins Gespräch zu kommen. Die Frage einiger Kinder »Kommt Ihr mal wieder?« zeigte, dass die »Hospizler« gern gesehene Gäste waren – trotz des schwierigen Themas.

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