Gemeinde setzt auf wilde Wiesen
7555 QuadratmeterBienenfutter

Hiddenhausen (HK). Die Artenvielfalt ist der Gemeinde Hiddenhausen ein besonderes Anliegen. Insgesamt haben Gemeinde und Bürger in diesem Jahr auf einer Fläche von 7555 Quadratmetern Blumen als »Futter« für Wildbienen, Hummeln, Honigbienen und andere Insekten eingesät.

Mittwoch, 03.07.2019, 10:00 Uhr
Volker Braun, Leiter des Umweltamtes, zeigt die Blumenwiese hinter dem Rathaus. Es ist die älteste ihrer Art in der Gemeinde. Auch sie könnte aktuell mehr Regen gebrauchen. Foto: Koteras-Pietsch

Ein besonders schönes Fleckchen Erde hat die Gemeinde am Pappelweg geschaffen. Vor einigen Jahren hatte sie dort von einem Landwirt ein 1,7 Hektar großes Gelände erworben. Nachdem die Arbeiten am Eilshauser Bach und dem Retensionsbodenfilterbecken abgeschlossen waren, haben vor zwei Jahren die Anpflanzungen begonnen. Sträucher wie Weißdorn, Wildrose oder Haselnuss wachsen hier, Eichen und Buchen wurden gepflanzt und eine große Anzahl an Obstbäumen. »Hier dürfen die Bürger demnächst Apfel, Birnen oder Kirschen ernten«, informiert Volker Braun, Leiter des Umweltamtes.

Kühlere Luft in der Nacht

Jüngst hat die Gemeinde die einjährige Blumenmischung Bienensommer und eine mehrjährige Blumenwiesenmischung am Pappelweg und an vielen anderen Stellen in der Gemeinde eingesät. Insgesamt mehr als 4000 Quadratmeter, so zum Beispiel auch an Hiddenhausens ältester Blumenwiese hinter dem Rathaus.

Dort, wie auch am Pappelweg, sehen die Wildblumenwiesen aktuell etwas kärglich aus. »Es fehlt Wasser«, sagt Braun. Ein kleiner Trost sei, dass es hier nachts Tau gebe, wenigsten ein bisschen Feuchtigkeit. Durch den Westwind wehe dann auch kühle Luft an die nahe liegende Bebauung. »Vielleicht kann so erreicht werden, dass die Anwohner dort ihre Klimaanlagen etwas runterfahren«, hofft Braun.

In den letzten Tagen haben Mitarbeiter der Gemeinde nun auf dem Gelände am Pappelweg Hinweistafeln aufgestellt. »Sie erläutern die Blumenwiese, die Streuobstwiese, die Gewässeroffenlegung des Eilshauser Baches und das Retentionsbodenfilterbecken«, erklärt Braun weiter.

Infos sollen zum Nachmachen anregen

Auf den Tafeln wird auf die Homepage der Gemeinde verwiesen. »Dort sind alle Maßnahmen dieses Gebietes noch viel ausführlicher erläutert«, sagt Braun. Mit den Erklärungen zu den Anpflanzungen wolle man letztlich nicht nur informieren, sondern vielleicht den einen oder anderen dazu animieren, ähnliches in seinem Garten anzupflanzen.

Das Gelände am Pappelweg lockt viele Spaziergänger, vor allem Jogger und Hundebesitzer. Die Vierbeiner hinterlassen dort regelmäßig eine ganz stattliche Anzahl an Tretminen. »Dabei haben wir in der ganzen Gemeinde etliche Spender für Hundekot beutel aufgestellt.« Allerdings, so räumt der Amtsleiter auch ein: »Hundekot zersetzt sich, Plastiktüten nicht.«

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