Bundesfreiwilligendienst gibt Einblicke in verschiedene Jobs
Berufsziel Altenpflege

Hiddenhausen (WB). Manchmal weiß man nicht, wie es beruflich weitergehen soll. Zum Beispiel nach der Schule oder wenn man im Berufsalltag »feststeckt« und gerne etwas Neues ausprobieren möchte. Die 23-jährige Por Chithaisong hat einen Bundesfreiwilligendienst bei der AWO begonnen. Sie weiß jetzt, in welchem Beruf sie später arbeiten möchte.

Dienstag, 02.07.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 09:58 Uhr
Por Chithaisong und AWO-Pflegefachkraft Martina Blankenstein kümmern sich um den Tagesgast Christina Orlik. Im Bundesfreiwilligendienst hat Por Chithaisong die Arbeit mit älteren Menschen kennengelernt. Sie macht ihr viel Freude.

Seit sechs Jahren lebt Por Chithaisong mit ihren Eltern und Geschwistern im Kreis Herford. Bereits während ihrer Schulzeit absolvierte sie ein Praktikum bei einer Senioren-Tagespflege und lernte die Arbeit mit älteren Menschen kennen. Nach dem Fachabitur am Anna-Siemsen-Berufskolleg in Herford entschied sie sich für den Bundesfreiwilligendienst.

»Das war die richtige Entscheidung. Die Arbeit mit älteren Menschen macht mir große Freude«, berichtet sie. Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren. Zum Beispiel bietet der AWO-Kreisverband mehrere Einsatzmöglichkeiten im Kreis Herford an: Senioren-Tagespflegen in Löhne und Oetinghausen, kreisweit Essen auf Rädern, im Internationalen Kinderhort in Herford sowie bei manchen OGS-Schulgruppen in Enger und Hiddenhausen.

Verkürzen oder verlängern geht immer

Die Mitarbeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes beträgt normalerweise zwölf Monate, man kann auch verkürzen oder verlängern, maximal möglich sind 24 Monate. Für die Arbeit gibt’s ein Taschengeld sowie einen Fahrt- und Verpflegungskostenzuschuss. Die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlt die Einsatzstelle. Bei den Sozialversicherungen ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt.

»Wir geben sehr gerne interessierten Frauen und Männern die Möglichkeit, bei uns einen freiwilligen Dienst zu leisten. Mit Por Chithaisong haben wir einen richtigen Glücksgriff getan. Sie versteht sich mit allen sehr gut und ist eine große Hilfe«, berichtet Pflegefachkraft Martina Blankenstein.

Dienstende naht

Doch das Ende der freiwilligen Dienstzeit naht. Chithaisong: »Ich bin immer gerne hier hingekommen und meine Arbeitszeit hier hat mir geholfen, eine Entscheidung zu treffen. Ich möchte auch zukünftig mit älteren Menschen arbeiten. Im Oktober beginne ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin.«

Durchschnittlich 22 Frauen und Männer leisten jedes Jahr einen freiwilligen, sozialen Dienst beim AWO-Kreisverband in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder des Bundesfreiwilligendienstes. Weitere Infos gibt es bei Ulrike Hoffmann, Telefon 05224/ 9123423 und im Internet .

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